Auf dem Weg zum autonomen Fahren und zu mehr vernetzter Unterhaltungselektronik im Auto wird sich auch das Design im Inneren in den kommenden Jahren wandeln. Eine wichtige Rolle spielen dabei Bildschirme, die dem Pkw immer mehr die Anmutung eines Raumschiffes geben als die eines Autos.

Flexible Monitore

Zurzeit sind Bildschirme im Auto noch separiert. In Zukunft wird jeder Teil der Fläche im Interieur damit bespielbar sein. Längst sind zum Beispiel gewölbte Monitore möglich, die konvex und konkav geschwungen sind und sich deshalb jeder Einbau-Oberfläche anpassen.

Außerdem erkennen kleine Kameras und Sensoren die Augen-, Hand- und Fingerbewegungen – und setzen die Wünsche des Fahrers in möglichst wenigen Bedienschritten um.

Immer im Blickfeld

Schon jetzt bauen Hersteller Systeme ein, bei denen eine Drehbewegung mit dem Finger reicht, um die Musik leiser zu stellen, mit einem Winken eingehende Anrufe angenommen werden, sich Schiebedächer öffnen oder sich der Sitz verstellen lässt.

Dank neuer Display-Technik bündeln immer größere, lichtstärkere und kontrastreichere Kombiinstrumente und Infotainmentsysteme alle Anzeigen direkt im Blickfeld des Fahrers. Das klassische Armaturenbrett mit Kippschaltern oder überladene Mittelkonsolen haben langfristig ausgedient. Denn zu viele Schalter lenken den Fahrer ab. Seine Augen sollten immer auf die Straße gerichtet sein – wenn das Auto nicht gerade autonom fährt.

Virtuelle Optik

Mehr Sicherheit bieten auch so genannte Head-up-Displays: Dabei erscheinen Anzeigen wie ein Navigationspfeil oder die Geschwindigkeit in quasi 3D-Qualität genau dort im Sichtfeld des Fahrers, wo er sie situativ zuordnen kann. Ein Projektor hinter der Armaturentafel überträgt dabei ein Bild auf die Frontscheibe. Dank eines Systems von Spiegelungen ist die Projektion dann in etwa zwei Metern Entfernung über der Motorhaubenkante zu sehen.

Vorteil für den Fahrzeuglenker: Das Auge muss sich beim Fokussieren nicht vom Fern- auf den Nahbereich ein- und zurückstellen. Der Blick bleibt auf der Straße.