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Smart Grids – was ist das?

Intelligente Energienetze (engl. Smart Grids) ermöglichen eine effiziente Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. So ermöglichen sie eine verbesserte Netztransparenz und -steuerung, welche es erlaubt, die sehr hohe Versorgungssicherheit der Stromnetze in Deutschland auch bei steigenden Anteilen volatiler Einspeisung durch erneuerbare Energien zu gewährleisten. Gleichzeitig können Speichertechnologien und im Rahmen der Sektorkopplung angeschlossene Wärmeanlagen oder Wallboxen besser gesteuert werden. Dies trägt zum Effizienzgewinn bei und ermöglicht eine Flexibilisierung der Netze (im Vergleich zu herkömmlichen, statischen Netzen). So kann der Bedarf für die Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen verringert werden, wodurch die emissionsfrei erzeugte Energie in größtmöglichem Umfang eingespeist und genutzt werden kann.

Eine Roadmap für die Umsetzung von Smart Grids in Baden-Württemberg

Um den Weg Baden-Württembergs bei der Entwicklung sowie dem Einsatz von Smart Grids klar aufzuzeigen, wurde bereits im Jahr 2013 eine erste Smart Grids-Roadmap entwickelt. Diese soll im Jahr 2022 aktualisiert und zu einer Version 2.0 fortgeschrieben werden. Seit der Veröffentlichung der ersten Roadmap wurde bereits eine Vielzahl an Konzepten und Technologien entwickelt. Auch die Zielsetzungen der ersten Roadmap konnten zu großen Teilen erreicht werden. Dennoch zeigte sich, dass für die Implementierung von Smart Grids in der Fläche noch weitere Schritte nötig sind. Hierzu gehört insbesondere die Schaffung eines Umfelds, welches Smart Grids rechtlich und wirtschaftlich integriert. Die Aktualisierung der Roadmap soll als breit angelegter Beteiligungsprozess stattfinden, welcher alle interessierten Energiewendeakteurinnen und -akteure adressiert. Gemeinsam soll eine Zielvision für das Land für 2030 erarbeitet werden. Darauf basierend sollen konkrete Ziele und Maßnahmen für vier Handlungsfelder benannt werden, welche kurzfristig (1-2 Jahre), mittelfristig (3-6 Jahre) und langfristig (bis 2030) erreicht werden sollen. Die vier Handlungsfelder adressieren dabei keine einzelnen Technologien, sondern betrachten diese und die zugehörigen Implementierungsbedingungen im Querschnitt. Sie lauten: Netz und Markt verbünden, Sektorkopplung konsequent denken, Reallabore in den wirtschaftlichen Dauerbetrieb überführen, Partizipation auf allen Ebenen ermöglichen. Der gesamte Prozess wird von der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg geleitet und moderiert.

Sie haben Interesse an den Inhalten oder Ergebnissen der Roadmap oder wollen sich aktiv am Gestaltungsprozess beteiligen? Alle benötigten Informationen finden Sie hier: www.smartgrids-bw.net/roadmap

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Über die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.

Die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. entstand aus dem Verständnis, dass die Energiewende nicht nur emissionsfreie Erzeugungsanlagen benötigt, sondern deren volatile Einspeisung sowie der Wandel der Nutzung von Energie in Zukunft ganzheitlich gedacht werden müssen. Die Plattform versteht sich als branchen- und verbandsübergreifende Initiatorin, Moderatorin und Integratorin bei der intelligenten Verknüpfung der Energienetze, der Energieerzeugung sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher auf Basis einer modernisierten Infrastruktur. Sie wurde 2013 als Verein gegründet und weist nun rund 80 Mitglieder auf. Der Zweck des Vereins ist gemäß seiner Satzung die Förderung intelligenter Energienetze, einer Smart-Grids-Infrastruktur. Übergeordnetes Ziel ist die weitgehend CO2-freie Energieerzeugung und -nutzung in Baden-Württemberg, Deutschland, Europa und darüber hinaus. Um die Energiewende mit geringstmöglichen Transformationsverlusten durchzuführen, ist der schnelle und umfassende Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten unabdingbar. Deshalb agiert die Smart Grids-Plattform als Vernetzer zwischen Wissenschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Politik sowie der interessierten Öffentlichkeit. So sollen auch im Rahmen der Aktualisierung der Smart Grids-Roadmap die Stimmen aus allen Bereichen aggregiert und gebündelt werden, um die Entwicklung von Smart Grids in Baden-Württemberg weiter voranzubringen und die Energiewende so Stück für Stück umzusetzen.

Mehr über die Arbeit der Plattform und ihre Mitglieder erfahren Sie auf www.smartgrids-bw.net.

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ENERGIEWENDE

Mehr als 70 Prozent der Energie, die private Haushalte fürs Wohnen verbrauchen, gehen fürs Heizen drauf1. Dabei verfeuert der Großteil der Deutschen noch immer die fossilen Brennstoffe Gas und Öl – und das mit mehrheitlich veralteter Heiztechnik: Denn 71 Prozent der über 20 Millionen Heizungen hierzulande sind unzureichend effizient und modernisierungsbedürftig2. Die Klimabilanz des deutschen Wärmemarkts ist entsprechend schlecht und die Wärmewende dringender denn je. Eine Möglichkeit, künftig so zu heizen, dass es sich für Haushaltskasse und Klima rechnet, stellt Dr. Walter Schütz, Managing Director der FutureCarbon GmbH in Bayreuth, mit der Heiztechnologie thermoheld vor.

Was ist thermoheld?

Mit thermoheld haben wir rund um unsere Entwicklung thermoheld •PAINT• moderne Wärmeerzeuger entwickelt, die beim Heizen sowohl ökonomisch als auch ökologisch punkten. Dazu gehören eine elektrisch beheizbare Trockenbauplatte, Tapete und Fußbodenfolie. Alle thermoheld -Produkte werden dank einer sehr dünnen Beschichtung mit unserer elektrisch beheizbaren Wandfarbe zu Wärmequellen für Innenräume.

Wie funktioniert die beheizbare Wandfarbe?

Wie handelsübliche Wandfarbe besteht auch unsere thermoheld •PAINT•  aus einem Bindemittel und Farbpigmenten. Letztere liefert uns Kohlenstoff (auf Englisch: „Carbon“ – daher auch der Unternehmens-Name), der von Natur aus schwarz daherkommt, ganz nebenbei mit. Vordergründig ist der Kohlenstoff jedoch Teil unserer streng geheimen Rezeptur, weil er eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzt.  

Die machen wir uns zunutze, in dem wir mit unserer beheizbaren Wandfarbe beschichtete Flächen unter Strom setzen. Während dieser die Farbschicht durchströmt, entsteht nach dem physikalischen Wirkprinzip eines Ohmschen Widerstands Wärme – und zwar gleichmäßig über die gesamte Fläche. Diese Wärme strahlt auf besonders wohlige Weise in den zu beheizenden Raum.

Da wir wissen, dass wir Menschen Heizwärme am angenehmsten empfinden, die nicht sehr viel heißer als unsere eigene Körpertemperatur ist, liefern unsere thermoheld Heizungen Wärme von um die 40 Grad Celsius (°C) in Wand- und Decken- sowie 30 °C in Bodeninstallationen. 

Nennen Sie uns bitte praktische Anwendungen für Ihre Heizungen!

Die thermoheld •WAND• lässt sich wie jede herkömmliche Trockenbauplatte verbauen: an Wänden und Decken. Unsere Kunden verbauen sie vorzugsweise in den Wohnräumen im Neubau und überstreichen sie anschließend mit der Wand- oder Deckenfarbe ihrer Wahl. Im Bad, wo eher Fliesenböden verlegt werden, kommt oft unsere Glasfasergitter thermoheld •FLIESE• zum Einsatz. Sie ist auch eine gute Wahl, wenn es um die Modernisierung im Altbau geht. Die beheizbare Fußbodenfolie thermoheld •BODEN• kann unter schwimmend verlegten Bodenbelägen platziert werden und bringt die besonders wohlige Wärme einer Fußbodenheizung ins Haus. Die beheizbare Tapete thermoheld •FLEX• ist eine sehr komfortable Lösung für die Altbaumodernisierung, um punktuelle Wärmequellen strategisch zu platzieren. Grundsätzlich sind unsere Heizungen auch für eher autark mit Energie zu versorgende Gebäude wie Gartenhäuser, Ferienhäuser und Tiny Houses zu empfehlen.

Wie kommen Verbraucher:innen zu ihrer thermoheld -Heizung?

Entweder lassen sie sich diese von einem ins System eingewiesenen Handwerker, Heizungsbauer oder Elektroinstallateur, installieren oder machen dies in DIY-Manier. Letzteres erleichtern wir mit einfach nachzuvollziehenden Demo-Videos, die online zu finden sind. Geräte, die unsichtbar in der Bausubstanz verschwinden sollen, werden über Trafos in die Hauselektrik eingebunden. Wir haben aber auch sogenannte Plug-and-Play-Varianten.

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Wie punktet Ihre Stromheizung ökonomisch und ökologisch?

  • Sie heizen damit emissionsfrei: Wer unsere Heizungen mit Ökostrom aus dem öffentlichen Netz oder mit Solarstrom betreibt, den eine auf dem eigenen Dach installierte Photovoltaik-Anlage ins Hausnetz einspeist, der kann seine vier Wände mit grünem Gewissen auf Wohlfühltemperatur bringen.
  • Sie heizen damit energie- und kosteneffizient: Unsere Heizungen wandeln die elektrische Energie vor Ort nahezu 1:1 in Wärme um. Transportverluste fallen nicht an. Und sie lassen sich leistungstechnisch passgenau auf den Heizwärmebedarf der Verbraucher:innen „zuschneiden“.
  • Sie heizen damit flexibel: Unsere Heizungen haben kurze Anlaufzeiten, wir reden hier von einer Viertelstunde! Das macht sie zu Wärmeerzeugern, die Wärme auf Knopfdruck liefern.
  • Die Heizungen sind unsichtbar. Unsere Heizungen verschwinden in der Bausubstanz. Platten und Tapeten vertragen sogar Bohrlöcher und Nägel.
  • Sie haben damit geringere Investitions-, Installations- und sogar Baukosten: Der geringe Materialverbrauch bedeutet geringe Investitionskosten. Er schlägt sich ebenso positiv in der Klimabilanz nieder: Im Grunde geht es um drei, vier Kilo Farbe fürs ganze Haus und die Elektrik. Rohre, Heizkörper und vor allem extra Räume für den Wärmeerzeuger und den zugehörigen Brennstoff, wie sie bei einer Gas- oder Ölheizung nötig sind, brauchen Sie nicht.
  • Sie heizen damit sicher: Da unsere Heizungen mit Niederspannung (24 Volt) arbeiten, sind sie im Betrieb absolut sicher.
  • Sie haben damit minimale Wartungskosten: Unsere Heizungen laufen nahezu wartungsfrei.

Vielen Dank, Dr. Schütz, für dieses aufschlussreiche Gespräch!

1 Umweltbundesamt / Statistisches Bundesamt
2 Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) und vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks Zentralinnungsverband (ZIV)
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