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DIGITALE TRANSFORMATION

„Die Zukunft wird definitiv hybrid sein“

Foto: Daniel Jung

Bekannt geworden ist Daniel Jung als Mathe-Erklärer bei YouTube. Inzwischen ist der Vorreiter in Sachen Digitalisierung in vielen Projekten als Experte für das Thema „New Learning“ etabliert. Zudem ist er Education Botschafter des Hard- und Software Herstellers ViewSonic. ViewSonic unterstützt mit fortschrittlichen visuellen Lösungen insbesondere Schulen und weitere Bildungseinrichtungen bei ihrer Digitalisierung. Im Interview sprach er über digitales Lernen und Lehren.

Daniel Jung

„der Rockstar der Mathematik“

In einem Artikel der FAZ wurdest Du als „der Rockstar der Mathematik“ bezeichnet. Was hältst Du davon?

Ich bin erst einmal froh, dass man mich so betitelt hat, denn bei Rockstar denkt man ja eigentlich zuerst an einen Musiker oder einen Fußballer. Und diese Bezeichnung von außen durch Mathematik zu bekommen, hat mich schon ein bisschen stolz gemacht. 

Du hast 2020, kurz vor dem ersten Lockdown, ein Buch herausgebracht: „Let’s rock education“ – ein Plädoyer für eine digitale Lern-Revolution. Sind wir in Deutschland denn inzwischen weitergekommen in Sachen Digitalität? 

Die Zeit der Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass wir einfach sämtliche Züge verpasst haben. Ich bekomme viele Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Lehrerinnen, Lehrern oder bin im Austausch mit anderen Unternehmern. Was in Deutschland nach wie vor fehlt, ist eine Kombination aus verschiedenen Dingen: Es fehlt hauptsächlich der Mut, Neues zu testen. Im Bildungsbereich müssen wir anerkennen, dass sich das komplette Lehren und Lernen verändert wie nie zuvor – und es dafür keine Non-Plus-Ultra Lösung gibt, sondern wir bereit sein müssen, neue Dinge auszuprobieren und auch mal Fehler zu machen. Es reicht jetzt nicht, das klassische, analoge Programm jetzt auf neuen Geräten oder online zu durchzuziehen. Digitales Lehren und Lernen ist ein völlig anderer Prozess. 

Inwiefern denn zum Beispiel?

Digital unterrichten heißt unter anderem: Wir müssen überlegen, wie wir kommunizieren wollen. Und wie wir digitalen Content, beispielsweise in Form von Videos, Podcasts und so weiter sinnvoll nutzen möchten. Dazu brauchen Schulen und insbesondere Lehrkräfte aber auch kreativen Freiraum und eine positive Fehlerkultur. Ein problematischer Punkt ist außerdem, dass Lehrerinnen und Lehrer bislang nicht systematisch darauf vorbereitet wurden, digital zu unterrichten. Es fehlt ein Masterplan, um die Lehrkräfte völlig neu zu schulen, damit sie beispielsweise in Zukunft hybrid unterrichten können. Denn die Zukunft wird definitiv hybrid sein. 

Inzwischen hast Du beeindruckend viele Projekte im Bildungsbereich, angefangen von Deinem YouTube-Kanal „Mathe by Daniel Jung“ mit inzwischen rund 836.000 Abonnenten bis hin zum eigenen Schulungsunternehmen. Und jetzt kommt auch noch eine Partnerschaft mit ViewSonic dazu…

Richtig. Es gibt einfach noch viele Ideen, die ich ausprobieren möchte. (lacht) Ich produziere meine neuen Videos jetzt mit dem interaktiven ViewBoard, um darüber noch andere Elemente einzubauen. Mit der entsprechenden Software wären zum Beispiel auch Live-Events denkbar, ich könnte mich mit einer Klasse verknüpfen und Schüler direkt in das Tafelbild mit reinholen. Dann können wir gemeinsam aktiv werden und kreativ Mathe erleben. Denn das ist mein ganz klares Ziel, zu zeigen, wie viel Spaß Lernen und vor allen Dingen Mathematik machen kann. 

Und dabei helfen digitale Tools?

Digitale Inhalte, Tools und Hardware sind natürlich kein Ersatz für guten Präsenzunterricht. Aber sie sind eine weitere Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler aus sich selbst heraus zu motivieren. Und das ist ein wichtiger Schritt in Sachen „New Learning“. Dazu kommt, dass Geräte mit einer extra für Schulen entwickelten Software wie das ViewBoard in Kombination mit der myViewBoard Plattform ja auch das Leben der Lehrkräfte erleichtert. Damit wird ganz neuer Unterricht möglich, ohne dass sich ein Lehrer oder eine Lehrerin lange schulen lassen muss. Mir gefällt auch der niedrigschwellige Ansatz, dass man Dokumente wie pdf-Dateien oder Powerpoint-Präsentationen, die man bereits erstellt hat, weiterhin nutzen und durch andere Tools und Apps ergänzen kann. Das alles spart Zeit, die man dann für die pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat. Und um die geht es ja schließlich.

Über ViewSonic 

ViewSonic® wurde im Jahr 1987 in Kalifornien gegründet und hat seinen Deutschlandsitz im nordrheinwestfälischen Dorsten. Der Hersteller bietet fortschrittliche und zukunftssichere visuelle Lösungen für den Bildungsbereich, für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das Portfolio umfasst Produkte wie Monitore, kommerzielle Displays, interaktive ViewBoard-Displays, Touch-Bildschirme und Beamer in Kombination mit erstklassiger Software und Services, einschließlich des innovativen Software-Ökosystems myViewBoard für digitale Whiteboards.

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Zukunftsfeld Conversational AI: Wie Unternehmen ihre Kundenkommunikation optimieren

Unternehmen stehen derzeit vor vielen Herausforderungen in der Kundenkommunikation: immer mehr zu bedienende Kunden, eine hohe Anzahl sich gleichender Anfragen sowie stetig steigende Kundenerwartungen. Traditionelle Kanäle wie E-Mail oder Telefon sind kosten- und zeitintensive Faktoren für Unternehmen wie auch für Kunden. Deswegen setzen innovative Unternehmen heutzutage neue Standards, indem sie ihren Kunden schnelleren, besseren und intelligenteren Kundenservice anbieten. Entscheidungsträger aller Branchen müssen daher stetig noch intensiver daran arbeiten, ihren Kunden einen hohen Qualitätsstandard zu bieten, um sie dauerhaft an ihr Unternehmen zu binden. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale im Kundenservice sind dabei Innovation und Skalierbarkeit, während ausgezeichnete Kundenerlebnisse gleichzeitig effizient, sicher und DSGVO-konform angeboten werden müssen.

Skalierbarkeit wird als eines der größten Probleme im Verkaufsprozess wahrgenommen.

Für jegliche Anfragen, ob wiederkehrend oder technisch komplex, muss meist ein Mitarbeiter persönlich zur Verfügung stehen, um die Frage zu beantworten. Daher spielt zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) eine wichtige Rolle. Eine Conversational AI (Konversations-KI, beispielsweise in Form eines smarten Chatbots), kombiniert die Verarbeitung natürlicher Sprache, auch Natural Language Processing (NLP) genannt, mit standardisierter Software. Conversational AI bietet somit neue Möglichkeiten, eine konstant hohe Servicequalität in der Kundenkommunikation zu gewährleisten.

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Eine Conversational AI kann Routineanfragen als auch individuelle Nachfragen eigenständig beantworten.

Solche KI-basierten Chatbots können Kosten senken, indem sie intelligente Gespräche mit Millionen von Kunden gleichzeitig führen. Mit einem Service rund um die Uhr und ohne Wartezeit wird das Kundenerlebnis dabei erheblich verbessert. Durch die Automatisierung der Beantwortung von Kundenanfragen findet so eine Effizienzsteigerung in den Prozessen statt.

Durch Natural Language Processing ist die Conversational AI in der Lage, Spracheingaben zu verstehen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz können diese Chatbots ihr Verhalten an Kunden anpassen und in den richtigen Momenten aktiv auf den Kunden zugehen. Somit bietet eine Conversational AI ein enormes Potenzial zur Steigerung des Umsatzes über automatisierte und personalisierte Abverkäufe und sorgt für eine Stärkung der Kundenbindung.

Einer der großen Vorteile von Chatbots ist zudem die Erreichbarkeit.

Chatbots können bestehenden oder potenziellen Kunden zu jeder Uhrzeit und sieben Tage die Woche Fragen beantworten oder bei der Produktberatung unterstützen. Somit erhalten Kunden in Sekundenbruchteilen valide Antworten und die Kundenservice Mitarbeiter werden entlastet. Während die Kunden über die ganze Welt verstreut sind und sich im Hinblick auf ihre bevorzugten Kommunikationskanäle unterscheiden, gewährleistet eine Conversational AI-Lösung einen gleichmäßigen Kundenservice über diverse Kanäle, Geräte, Sprachen und Plattformen hinweg. So kann ein Chatbot sowohl auf der Website als auch in diversen Messenger-Diensten wie WhatsApp integriert werden. Auf diese Weise können Unternehmen ihr Kundenservicevolumen skalieren und rund um die Uhr ein besseres Kundenerlebnis bieten, während gleichzeitig die Kosten optimiert werden.

Zusätzlich kann die Künstliche Intelligenz dahinter wertvolle Meta-Daten über die Kunden sammeln und somit personalisierte Produkte oder Services anbieten. Das Kundenerlebnis kann hierbei positiv gesteuert werden und somit maßgeblich zum erfolgreichen Verkaufsprozess beitragen.

Um Konversationen zu erleichtern, gibt es sogenannte Contextual Dialog Editor (kontextbasierter Editor), die dem Kunden bereits vorformulierte Textbausteine zuspielt, damit der Endnutzer die Möglichkeit hat, eine normalerweise lange Anfrage mit wenigen Klicks zu stellen.

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Conversational AI birgt viele Möglichkeiten für Unternehmen, die Effizienz und Zufriedenheit im Kundenservice zu steigern und gleichzeitig Kosten zu optimieren sowie die Mitarbeiterfluktuation zu minimieren. Ein mehrsprachiger Rundum-Service, unbegrenzte Skalierbarkeit sowie Personalisierung sind nur einige von vielen Vorteilen und Chancen, die eine solche innovative Technologie für Unternehmen wie auch für die Kunden bietet.

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