So werden Roboter in der Medizin sicher nicht aussehen, aber schon heute sind sie auch aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Meist verrichten die Roboter (laut Wikipedia so etwas wie „Zwangsarbeiter“) ihren Dienst im Stillen und im Hintergrund.

Sie transportieren Blutkonserven, Akten oder Wäsche, sie schütteln Reagenzgläser oder füllen Proben ab und stellen Tablettenschachteln zusammen. Aber soll ich mich von einem Roboter operieren lassen oder kann er eine Diagnose stellen? In den meisten von uns werden sich sofort Bedenken stark machen.

Wir wollen einen erfahrenen, selbstständig denkenden Menschen bei einer OP haben. Die Verwendung von Robotern im OP schließt den erfahrenen Arzt jedoch nicht aus, ganz im Gegenteil, Roboter sind ideal, um ihn bei der Arbeit zu unterstützen.

Ein Roboter ersetzt keinen Arzt

Ein Roboter kann und soll den Arzt nicht ersetzen, aber er kann ihm ein wichtiges Werkzeug sein.

Wie andere Werkzeuge kann er dabei die verschiedensten Formen haben. So ist beispielsweise ein DaVinci-Chirurgiesystem größer als ein Mensch und hat vier Arme, die durch Steuerung des Arztes an einer Konsole bewegt werden.

Dagegen ist zum Beispiel der Roboter des Renaissance-Systems von Mazor Robotics gerade mal so groß wie eine Coladose, die ihren einen Arm nach Aufforderung an eine vorher programmierte Position bewegt, jedoch die eigentliche Operation eben nicht selbst durchführt. Der Roboter hält dem Arzt lediglich seine Instrumente akkurat an der gewünschten Stelle, sodass dieser die entsprechende Operation noch präziser und sicherer als bisher ausführen kann.

So sind die verschiedenen Roboter in der Medizin Spezialwerkzeuge, die die Leistungen des Arztes unterstützen und gemeinsam mit ihm für ein besseres Ergebnis sorgen können. Bereits heute wird der Roboter im OP zum Teammitglied und dies wird in Zukunft sicher noch verstärkt werden, denn dadurch, dass der Roboter mit seiner hohen Spezialisierung dem Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zur Hand gehen kann und auch nicht ermüdet, kann die Medizin sicherer werden.

Oft ermöglicht der Einsatz von Robotern erst die Durchführung sogenannter minimalinvasiver Eingriffe, durch die der Patient schneller wieder auf den Beinen sein und das Krankenhaus eventuell auch schneller wieder verlassen kann. Also warum auf die Unterstützung eines solchen Helfers bei einer OP verzichten und nicht von den vielen Vorteilen profitieren?