Zwischen politischer Ankündigung und kommunaler Umsetzung liegt die eigentliche Lücke der Energiewende in Deutschland.

Freddi Lange
Gründer und Geschäftsführer
admi Kommunal GmbH
Rund 15.000 Menschen sind 2026 in Deutschland an den Folgen von Hitze gestorben, mehr als in jedem Jahr zuvor. Vor diesem Hintergrund fordert Bundesumweltminister Carsten Schneider eine Grundgesetzänderung, um die Klimaanpassung künftig mitfinanzieren zu können. Verschattung, Entsiegelung, klimaresiliente Stadtplanung: Klimaanpassung ist ein breites Feld. Ein zentraler Teil davon sind die Gebäude selbst, aber die praktische Verantwortung liegt aktuell bei den Kommunen.
Die Umsetzungslücke im öffentlichen Bestand
Kommunen bewirtschaften 70 Prozent des öffentlichen Gebäudebestands in Deutschland, darunter Schulen, Rathäuser und Kitas. Doch bei der energetischen Sanierung dieser Nichtwohngebäude gerät die Umstellung ins Stocken. Während Fachleute eine jährliche Sanierungsquote von mindestens zwei Prozent für notwendig halten, lag der reale Wert im Jahr 2025 bei lediglich 0,92 Prozent. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit vergrößert sich zusehends.
Personalnot in den Verwaltungen
Dem öffentlichen Dienst fehlen laut dbb Monitor 2026 rund 630.000 Arbeitskräfte. Fast ein Viertel der Beschäftigten geht in den nächsten zehn Jahren in Rente, ohne dass ausreichend Nachwuchs nachrückt. Wer in einer Kommune ein Sanierungsprojekt plant, ausschreibt und begleitet, braucht Zeit und das nötige Fachwissen. Genau das wird in vielen Verwaltungen knapper, während die Aufgabenliste länger wird.
Wechselnde Gesetzgebung als Bremse
Hinzu kommt eine unübersichtliche Förderlandschaft mit kurzfristig aufgelegten und schnell wieder auslaufenden Programmen, die eine verlässliche Planung erschwert. Selbst wenn Personal und Mittel vorhanden sind, bremsen sprunghafte politische Vorgaben die Kommunen zuletzt aus. Seit Januar 2024 verpflichtete das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Verwaltungen beim Heizungstausch zur strikten Umstellung auf erneuerbare Energien. Im Juli 2026 hob das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) diese Regelung wieder auf. Kommunen, die ihre Fahrpläne darauf aufgebaut hatten, müssen jetzt neu justieren, weil sich der rechtliche Boden unter dem Plan verschoben hat.
Energetische Sanierung als wirtschaftliche Chance
In der energetischen Sanierung liegt eine der größten Chancen für Kommunalhaushalte: Gut geplante Maßnahmen amortisieren sich innerhalb weniger Jahre und schaffen Unabhängigkeit von Preisschwankungen. So entsteht neben kurzfristigen Einsparungen vor allem eine langfristige Krisensicherheit. Wenn Rathäuser, Schulen oder Feuerwachen energetisch unabhängig werden, stärkt das die Widerstandsfähigkeit der gesamten Gemeinde. Kommunen, die ihre eigenen Liegenschaften sanieren, gewinnen darüber hinaus an Glaubwürdigkeit. Sie gehen als Vorbild für Bürgerinnen und Bürger voran.


„Wir haben admi nicht gegründet, um noch mehr Pläne zu entwickeln, die dann nicht realisiert werden. Wir sind ein Start-up, das dafür sorgt, dass die kommunale Energiewende endlich in die Umsetzung kommt!“
Freddi Lange, Geschäftsführer admi Kommunal
Was admi leistet
admi ist Partner von mehr als 250 Kommunen und hat bereits über 1.000 Projekte realisiert. Als deutscher Marktführer für die kommunale Energiewende bündelt admi alle relevanten Leistungen – von der Potenzialanalyse bis zum laufenden Betrieb. Eine eigens entwickelte Software sorgt dabei für effiziente und schnelle verwaltungsrelevante Prozesse.
Ob der Bund künftig mehr finanzieren darf, entscheidet die Bundespolitik. Für eine Grundgesetzänderung braucht es eine Zweidrittelmehrheit. Das kann dauern, doch die Energiewende vor Ort wartet nicht. Kommunen müssen deshalb ihre begrenzten Kapazitäten auf die richtigen Entscheidungen und deren Umsetzung konzentrieren, statt auf eine Gesetzesänderung zu hoffen, die vielleicht nie kommt. Wichtig ist ein Partner, der kommunale Abläufe versteht und dafür sorgt, dass aus guten Plänen konkrete Projekte werden. Genau das leistet admi.
Einblicke in die Arbeit von admi Kommunal finden Sie im Video:
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