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Andreas Helios

Sr. Group Manager Enterprise Marketing Central Europe, Adobe Systems

Sr. Group Manager Enterprise Marketing Central Europe, Adobe Systems

Welche Digital Marketing Lösungen bieten Sie Ihren Kunden an?

Mit unseren beiden Plattformen, der Adobe Creative und Marketing Cloud, stellen wir aus technologischer Sicht das komplette Set an Lösungen zur Verfügung, die Unternehmen von Anfang an, also von der Erstellung von Inhalten bis zur zielgenauen Vermarktung, auf ihrem Weg ins Zeitalter des Experience Business zu unterstützen.

Integriert, aus einer Hand und hocheffizient. Das ist ein USP, den in dieser Form nur Adobe bietet.

Mit unseren Lösungen sowie mit Echtzeit-Dashboards und einer auf Zusammenarbeit ausgelegten Oberfläche können Marketing-Experten Daten, Einblicke und digitale Inhalte kombinieren und ihren Kunden so ein optimales Markenerlebnis bieten.

Außerdem erhalten sie alles, was sie benötigen, um mehr über ihre Kunden zu erfahren, personalisierte und einheitliche Kundenerlebnisse zu entwickeln und ihre Inhalte und Ressourcen zu verwalten. Integriert, aus einer Hand und hocheffizient. Das ist ein USP, den in dieser Form nur Adobe bietet.

Wie profitieren sie davon? Können Sie konkrete Beispiele nennen?

Ein Unternehmen, das sich der Herausforderung einer datenoptimierten Kundenkommunikation gestellt hat, ist die internationale Großbank UBS. Mit Hilfe von Adobe Campaign ist es dem Finanzinstitut gelungen, Daten aus mehreren Marketing-Systemen zu konsolidieren, die von unterschiedlichen internen Teams und Agenturen weltweit mit verschiedenen Reporting- und Analyselösungen eingesetzt werden.

Durch das systematische und einheitliche Datenmanagement stellt das Unternehmen sicher, dass sämtliche Inhalte abgestimmt und konsistent sind.

So konnte UBS nicht nur die volle Kontrolle über seine Marketing-Strategie erlangen, sondern auch während der gesamten Customer Journey personalisierte Inhalte anbieten. Doch nicht nur im Finanzsektor, branchenübergreifend setzen weltweit bereits tausende Brands inkl. zwei Drittel der Fortune 50 Unternehmen auf die Adobe Marketing Cloud.

Welche Vorteile haben die Endkunden von dieser neuen Form des digitalen Marketings?

Die Endkunden profitieren beim Experience Business in erster Linie von einem individuellen, auf ihre Bedürfnisse und Anforderungen maßgeschneidertem Kundenerlebnis, das einen persönlichen Mehrwert bietet und Relevanz für den einzelnen Nutzer besitzt. Und das konsistent über alle Devices und Kanäle hinweg.

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen heute, wenn wir über digitale Transformation sprechen.

Die Customer Journey verändert sich im digitalen Zeitalter dramatisch. Kunden interagieren heute auf den unterschiedlichsten digitalen Kanälen mit Unternehmen und erwarten dort – völlig zu Recht – ein konsistentes, relevantes und persönliches Erlebnis. Personalisierte Kundenerlebnisse rücken in den Fokus des Geschäftserfolgs. Der Trend geht zum Experience Business.

Bei allen Möglichkeiten der Datengewinnung gilt es niemals aus den Augen zu verlieren, den Kunden als solchen zu respektieren.

Die Messlatte für unternehmenseigenen Content liegt damit hoch wie nie. Denn nur mit den richtigen Inhalten, die zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal an die richtige Person übermittelt werden, lässt sich die viel beschworene Customer Experience tatsächlich umsetzen.

Welche Chancen bietet Digital Marketing?

Digital Marketing bietet Unternehmen ideale Voraussetzungen, die digitale Körpersprache ihrer Kunden lesen und in maßgeschneiderte Angebote und Erlebnisse übersetzen zu können.

Die über‘s Digital Marketing gewonnenen Daten und Kundeninformationen ermöglichen eine noch genauere Segmentierung und eine verbesserte Analyse der Customer Journey. Mit diesem Wissen lassen sich Inhalte gezielt anpassen, um die Kunden ebenso individuell wie erfolgreich anzusprechen.

Welche Gefahren liegen eventuell auch darin?

Bei allen Möglichkeiten der Datengewinnung gilt es niemals aus den Augen zu verlieren, den Kunden als solchen zu respektieren. Konsumenten, die sich wie gläserne Kunden fühlen, sind bereits so gut wie verloren.

Wie gelingt vor allem Mittelständlern und Konzernen eine schnelle und personalisierte Interaktion mit Kunden?

An Daten mangelt es heute kaum noch einem Unternehmen. Bereits die Analyse, welche Nutzer die eigene Webseite besuchen oder eines der Produkte gekauft haben, liefert wichtige Erkenntnisse, um Zielgruppen zu segmentieren und gezielt anzusprechen.

Diese Daten gilt es für eine schnelle und personalisierte Interaktion mit dem Kunden zu nutzen. Angereichert mit weiteren relevanten Informationen, wie zum Beispiel zur Soziodemografie oder den individuellen Interessen der Nutzer, erhalten Unternehmen einen umfassenden Blick auf den Kunden, um die umsatzfördernde Relevanz ihrer Angebote nachhaltig zu erhöhen.

In wie weit verändert sich auch der Beruf der Mitarbeiter im Marketing?

Die Herausforderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, sind groß. Das wissen auch die meisten Marketingverantwortlichen und stecken bereits einen Großteil des Budgets in digitale Kanäle, testen neue Technologien und Echtzeit-Analysemethoden.Das ist auch richtig und wichtig. Relevanz und Mehrwert bleiben in der Kundenkommunikation entscheidend.

Relevanz und Mehrwert bleiben in der Kundenkommunikation entscheidend

Wollen Marketers jedoch eine nachhaltige digitale Transformation des gesamten Unternehmens im Sinne der Kunden vorantreiben, genügt es nicht, nur auf neue Absatz- und Kommunikationskanäle zu setzen.

Sie müssen vor allem ein tieferes Verständnis des digitalen Wandels entwickeln und sich stets bewusst sein, was die eigentliche Kernaufgabe des Marketing ist: das Sprachrohr der Kunden zu sein und in ihrem Sinne strategisch zu denken und zu arbeiten.

Wenn Sie einen Blick in die Zukunft wagen – wie sieht die Wirtschaft in 20 Jahren auch dank des Digital Marketings aus?

In 20 Jahren wird die digitale Transformation alle Branchen der globalen Wirtschaft erreicht und komplett umgewälzt haben. Und das Digital Marketing kann dabei durchaus als Vorreiter und Wegbereiter gesehen werden. Vor allem die zunehmende Vernetzung wird Unternehmen völlig neue Möglichkeiten bieten, in sämtlichen Lebensbereichen Kontakt zu ihren Kunden aufzunehmen – vom Smart Home bis zum Connected Car.

Die rasant fortschreitende Automatisierung erlaubt es ihnen dabei, die Interaktion mit dem Kunden noch schneller und personalisierter zu gestalten. Hinzu kommen neue Technologien wie Artificial Intelligence und Virtual Reality, die sich in 20 Jahren sicher durchgesetzt haben werden und einen komplett neuen Kundenzugang versprechen.

Doch bei aller Faszination für technische Errungenschaften: Die VR-Brille und das Wearable schaffen allein noch kein nachhaltiges Erlebnis. Auf die Inhalte kommt es an. Relevanz und Mehrwert bleiben in der Kundenkommunikation entscheidend. Jetzt und in 20 Jahren.

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Die Bundesregierung will mit 45 Milliarden Euro Spitzeninnovationen fördern, um Deutschland in Sachen Digitalisierung zukunftsfähig zu machen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, fordern Wissenschaftler der Produktionstechnik aber gleichzeitig neue Strukturen und eine Dynamisierung des Aus- und Weiterbildungssystems. Unternehmen reagieren zum Beispiel bereits in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau mit erfolgreichen Projekten zur Förderung in berufsbildenden Schulen und Ausbildungswerkstätten.

„Wenn es auch in Zukunft ausreichend Spitzenfachkräfte in der Produktion geben soll, muss das deutsche Aus- und Weiterbildungssystem offener für den Austausch mit der Industrie werden“, fordert beispielsweise Prof. Peter Groche von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) und Leiter des Instituts für Produktionstechnik und Umformmaschinen (PtU) der TU Darmstadt. „So könnten Sabbaticals für Berufsschullehrer und andere Ausbilder eingeführt werden, damit sie ihr Wissen über moderne Produkte und Produktionsprozesse in Unternehmen auffrischen können.“

Nachwuchsstiftung Maschinenbau

In Zeiten von Digitalisierung, Vernetzung und künstlicher Intelligenz kommen Facharbeiter, aber auch Ingenieure nicht mehr ohne Fort- und Weiterbildungen aus.
Ein weiteres Problem ist der Arbeitskräftemangel: Im Jahr 2009 wurde daher die Nachwuchsstiftung Maschinenbau mit dem Anspruch gegründet, diesem Trend in Zukunft entgegen zu steuern und Impulsgeber für die berufliche Bildung zu sein. Unter ihrer Federführung ist es gelungen, wichtige Akteure in Politik, Wirtschaft und beruflicher Aus- und Weiterbildung zu vernetzen und die Digitalisierungsoffensive damit auf den Weg zu bringen.
„Darüber hinaus unterstützt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau digitales Lehren und Lernen mit einer eigens entwickelten Online-Plattform ‚Mobile Learning in Smart Factories‘“, sagt André Wilms, Leiter Standort Nord der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. „Sie wird bereits in vielen namhaften Unternehmen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung erfolgreich genutzt.“ Mit zahlreichen unterschiedlichen Angeboten und Projekten richtet sich die Stiftung direkt an Unternehmen, Schulen und Lehrer, aber auch Schüler und Azubis.

Produktion unter einem Dach

Nicht zuletzt könnte Industrie 4.0 dafür sorgen, dass einfache Tätigkeiten im eigenen Land wieder lukrativer werden, so dass das ein oder andere Unternehmen ins Ausland verlegte Produktionsschritte nach Deutschland zurückholen könnte. „Es kann einen nicht zu unterschätzenden unternehmerischen Vorteil bedeuten, die gesamte Prozesskette an einem Standort überblicken zu können“, sagt Prof. Bernd-Arno Behrens, Leiter des Instituts für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover und Mitautor des WGP-Standpunktpapiers „Industriearbeitsplatz 2025“.

Wettbewerbsvorsprung Weiterbildung

Eine zentrale Rolle spielen Mitarbeiter aber auch unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. So sei der Wettbewerbsvorsprung deutscher Hersteller unter anderem in der hohen Qualifikation ihrer Mitarbeiter begründet. „Mit Blick auf den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb sind hochqualifizierte Mitarbeiter, die sich durch ein hohes Prozessverständnis auszeichnen, ebenfalls ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, so Behrens. „Nur wenn wir diesen Qualifikationsvorsprung aufrecht erhalten, kann auch der Wettbewerbsvorteil des Hochlohnlandes Deutschland in näherer Zukunft gehalten werden, weil die Mitarbeiter selbst bei zunehmender Automatisierung in der Lage sind, den Prozess nachzuvollziehen und – wenn nötig – entsprechend einzugreifen.“ 

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