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Alain De Pauw, Geschäftsführer der Axians IT Security, im Gespräch worauf Unternehmen bei externen IT- und OT-Dienstleister achten sollten.

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Alain De Pauw

Geschäftsführung, Axians IT Security

Worauf sollten Industrieunternehmen achten, wenn sie sich für einen externen Dienstleister bei der IT- und/oder OT-Security entscheiden?

In der heutigen Welt ist es wichtig, beide Welten, sowohl IT als auch OT, gleichermaßen abzusichern. Idealerweise sollte das aus einem Guss passieren, sodass Daten aus beiden Welten korreliert und zur Abwehr von Angriffen genutzt werden können. Tätigkeiten, die dafür notwendig sind, sind intern gerade im Mittelstand aber häufig nicht leistbar. Ein Anbieter sollte daher also die Möglichkeit eröffnen, dass Bereiche oder gleich die gesamte Cyber Security flexibel ausgelagert werden können. Gemeinsam mit VINCI Energies, dem Mutterkonzern von Axians und deren Marken, versteht Axians diese beiden Welten wie keine andere.

Welche modernen Tools bieten Sie von Axians in diesem Zusammenhang an?

Wir haben sowohl Tools aus dem eigenen Hause als auch von namhaften Herstellern im Portfolio. Sie reichen von einfachen Netzwerktools bis hin zu komplexen Analysen und Modellierungen von Kundenumgebungen mittels künstlicher Intelligenz und Machine-Learning-Algorithmen. Unser primäres Ziel ist es, den Kunden so zu unterstützen, dass seine Daten, Produktions- und Geschäftsprozesse optimal geschützt sind.

Dabei reichen unsere Leistungen von einer Analyse und einem Assessment der IT-/OT-Umgebung über die sowohl strategische als auch operationale Prozess- und Lösungsberatung, die Implementierung und den Betrieb von Lösungen bis zum Audit und Penetrationstest. So begleiten wir den Kunden in jedem einzelnen Schritt seines Security-Zyklus von A bis Z.

Sie nehmen an der Messe it-sa 2018 teil – wo liegt hier Ihr Fokus?

Auf der it-sa zeigen wir im Rahmen der Digitalisierung unterschiedliche Themenfelder. Jedes Thema für sich führt aber im Verbund zu einer gesteigerten IT- und OT-Sicherheit und einer übergreifenden Security-Strategie. Es geht zum Beispiel um den Einsatz von künstlicher Intelligenz als Teil einer Sicherheitsstrategie. Weiterhin bieten wir eine Live-Demo im Bereich der industriellen Cybersicherheit.

Wir geben Antworten auf Fragen wie: Wie können wir Kunden bei Beschaffung und Implementierung zur Seite stehen? Welche Infrastruktur existiert schon und wie realisiert man den Betrieb als Managed Service oder als Dienst aus der Axians-Cloud? Live zeigen wir außerdem, wie man Collaboration in die Security-Strategie einbinden kann, und bieten unseren Kunden kostenfreie und unverbindliche as-a-Service-Testpakete an. (www.axians.de/testversion)

Für welche Unternehmen sind Sie tätig?

Axians ist stolz darauf, dass wir Unternehmen aller Größen und Branchen zu unseren Kunden zählen können. Vom Start-up bis zum internationalen Konzern bieten wir für jeden sowohl standardisierte als auch individuelle Lösungen. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Sicherheit schon bei der Planung berücksichtigt wird und Teil des Fundaments der IT- und OT-Umgebung wird.

Viele Firmen scheuen beim Thema IT Security die Kosten. Wie ist Ihre Einschätzung dazu?

Die Kosten werden immer wieder gerne angesprochen. Sie sind aber nur die eine Seite der Medaille. Wichtig ist ein System, das neben Angriffen auch Unregelmäßigkeiten in den Produktionsprozessen erkennen kann, die auf technischen und menschlichen Fehlern beruhen. Das bedeutet, dass wir bei axians mit unseren Tools gerade in der Produktion nicht nur die Absicherung der Prozesse vor Cyberangriffen anbieten, sondern sogar Kosten bezüglich Produktionsausfällen und Ausschuss reduzieren können.

Zudem muss man sich immer wieder bewusst machen, wie hoch die Kosten im Falle eines Angriffs sind, wenn die IT nicht ausreichend abgesichert ist. Wie real dies passiert, zeigte sich in 2014. Da kompromittierten Kriminelle die Steuerung eines Hochofens eines deutschen Stahlwerkes. Ein geregeltes Herunterfahren des Ofens war nicht mehr möglich. Die Belegschaft vor Ort konnte danach nur den Schaden in Millionenhöhe begutachten. Das war der erste bekannt gewordenen Vorfall in einer modernen Produktionsanlage in Deutschland, bei dem Hacker in Produktionsprozesse eingegriffen hatten. Aber es war seit dem nicht der letzte Fall seiner Art.

Neben finanziellen Schäden kann gerade in der Produktion noch ein anderer Kostenfaktor auftauchen. Der ist für ein Unternehmen möglicherweise sogar bedrohlicher. Setzt  ein Automobilherstellerzum Beispiel nach einem Hack eine Schweißnaht im Karosseriebau nur um wenige Zehntelmillimeter falsch, kann das für die Kunden später im Straßenverkehr schwere Folgen für Leib und Leben haben. Und für das gehackte Unternehmen kann so ein Vorfall der letzte Akt der Firmengeschichte sein.

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Industrie 4.0

Denn die Prozesse verändern sich künftig für sämtliche Beteiligte: Alle Abläufe sind bald vernetzt. Jeder Kollege hat ständigen Zugang zu Informationen aus jedem Winkel der Welt. Und betroffen sind sämtliche Branchen – ob nun Handel, Versicherungen, Medien, Gesundheitswesen oder Banken und Versicherungen.

Intelligente Systeme unterstützen dabei die Tätigkeit von Wissensarbeitern, organisieren die Vernetzung und automatisieren Routineabläufe.

Neue Arbeitsstrukturen

Für die Mitarbeiter in Unternehmen bedeutet das vor allem, dass sich Arbeitsplätze in ein paar Jahren komplett anders gestalten. Ebenso werden völlig neue Tätigkeiten geschaffen. Parallel lösen sich bisherige Arbeitsstrukturen komplett auf.

53 Prozent der deutschen Befragten sagten, dass sie am besten im Büro arbeiten.

Es wird mehr Freelancer, Kollegen im Homeoffice und Teams in virtuellen Netzwerken geben. Vielen Mitarbeitern ist das nur Recht. Das bestätigt jedenfalls die aktuelle „Future Workforce Studie“. Im Rahmen der Umfrage wurden weltweit 3.800 Mitarbeiter von Unternehmen in zehn Ländern durch Marktforscher befragt.

Zwar sagen 53 Prozent der deutschen Befragten, dass sie am besten im Büro arbeiten. Aber auch das Homeoffice (14 Prozent) oder Bürogemeinschaften (14 Prozent) werden geschätzt.

Mehrere Geräte

Hinzu kommt die Vorliebe, meist mit mehreren Geräten tätig zu sein statt nur mit einem. Die Hälfte der Desktop-Anwender arbeitet auch mit anderen Geräten, und diejenigen, die für die Arbeit entweder ein Tablet oder ein 2-in-1-Notebook benutzen, verwenden diese stets in Verbindung mit weiteren Devices.

Eine große Mehrheit von 72 Prozent zieht immer noch die direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht vor. Die Hälfte ist sich sicher, dass diese auch in Zukunft für eine produktive Arbeit Bestand haben wird.

Wunsch nach Flexibilität

Unternehmen stehen in dieser neuen Arbeitswelt daher vor der großen Aufgabe, den Wunsch nach Flexibilität so zu organisieren, dass sie die Interessen aller Seiten berücksichtigen. Das betrifft sowohl den technischen, genauso wie den zwischenmenschlichen Aspekt.

Das Auslaufmodell des klassischen Betriebs bedeutet häufig auch ein Ende des bisherigen Betriebsrats.

Firmen müssen für die jeweiligen Aufgaben die geeigneten Technologien bereitstellen.

Gerade bei jüngeren Bewerbern ist immer wieder festzustellen, dass sie weniger Wert auf einen Firmenwagen legen, dafür aber umso mehr auf die IT-Ausstattung des Unternehmens.

Herausforderung der Führung

Bei solchen Kollegen mit wechselnden Arbeitsorten, Teams und Vorgesetzten sind aber auch Führungskräfte vor zahlreiche Probleme gestellt: Arbeitsrechtliche Fragen, zum Beispiel die Haftung, oder auch unterschiedliche Vergütungen müssen häufiger länderübergreifend geklärt werden. Wer überwacht die Mitarbeiter und sichert die vorgeschriebene Qualität in sich ständig wandelnden Teams?

Das Auslaufmodell des klassischen Betriebs bedeutet häufig auch ein Ende des bisherigen Betriebsrats. Kunden wollen in die neuen digitalen Strukturen ebenfalls eingebunden sein. Wissen und Erfahrung der Mitarbeiter lassen sich nicht mehr so leicht örtlich lokalisieren und halten. Ganz zu schweigen von der Loyalität, die mit mehr Flexibilität schwindet.

Die digitale Transformation ist also angesichts solcher Herausforderungen nicht allein eine Frage der passenden Technik – sondern auch eine der sich neu zu orientierenden Führung in jedem Unternehmen.

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