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Home » News » Die industrielle Basis stärken – und damit die Einsatzbereitschaft der Verbündeten
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Das widerstandsfähigste Lieferkettenmodell für die Verteidigung ist ein belastbares diversifiziertes und interoperables Industrienetzwerk, das globale Skalierung mit souveräner nationaler Fähigkeit verbindet.

Dr. Dennis Göge

Chief Executive and Vice President, Europe, Lockheed Martin

Im heutigen Verteidigungssektor ist die Sicherheit der Lieferkette ein Kernelement der nationalen Sicherheit. Für Göge besteht der beste Weg zur Optimierung der Resilienz von Lieferketten in einem belastbaren diversifizierten und interoperablen Industrienetzwerk – einem, das globale Skalierung mit souveräner nationaler Fähigkeit verbindet.

„Eine global vernetzte Lieferkette bietet Skalierung, Innovation und Aufwuchskapazität, während die lokale industrielle Beteiligung die Einsatzbereitschaft stärkt, nationale Volkswirtschaften unterstützt und Regierungen die Gewissheit gibt, dass kritische Fähigkeiten aufrechterhalten werden können, wenn sie am dringendsten benötigt werden“, sagt er.

Lockheed-Martin-Chairman und CEO Jim Taiclet hat wiederholt argumentiert, dass der Vorteil der NATO daraus entsteht, dass die Verbündeten in der Lage sind, „als ein Kampfverband zu agieren“ – ermöglicht durch gemeinsame Standards, geteilte industrielle Kapazität über Nordamerika und Europa hinweg – sowie durch interoperable Systeme. Die Interoperabilität militärischer Plattformen ist gegenwärtig sicherlich ein wichtiges Thema, da diese den Austausch von Informationen und Daten zwischen den Verbündeten erleichtern. Ein Beispiel ist die F-35, die in der Lage ist, Daten aus Systemen wie der militärischen Satellitenkommunikation rasch zu sichten und zu teilen – an Kräfte zu Land und zu See, die kompatible interoperable Plattformen wie Aegis-fähige Fregatten oder Effektoren wie THAAD- und PAC-3-Flugkörpersysteme betreiben.

Autonomie und Interdependenz schließen sich nicht gegenseitig aus

In jüngster Zeit haben Regierungen jedoch – getragen von der politischen Dynamik hinter der europäischen strategischen Autonomie – verstärkt heimische Lieferketten aufgebaut. Doch Autonomie bedeutet nicht, die transatlantische Interdependenz über Bord zu werfen, sagt Dr. Göge. Im Gegenteil: Die Allianz wird gestärkt, wenn stärkere europäische Investitionen in Verteidigungsproduktion, Instandhaltung und Innovation mit einem breiteren transatlantischen Ökosystem verbunden werden.

„Die eigentliche Herausforderung besteht nicht in Autonomie versus Interdependenz, sondern darin, sicherzustellen, dass Europas wachsende verteidigungsindustrielle Kapazität die Einsatzbereitschaft der Verbündeten stärkt“, merkt er an.

„Wenn europäische Investitionen mehr Fertigungskapazität, stärkere Lieferketten, schnellere Instandhaltung und größere operative Resilienz hervorbringen – bei gleichzeitiger Wahrung gemeinsamer Standards und Interoperabilität –, dann stärkt dies sowohl die europäische Souveränität als auch die kollektive Abschreckung der NATO. Spannungen entstehen nur dann, wenn Industriepolitiken zu Fragmentierung, Doppelstrukturen oder Barrieren führen, die die Fähigkeit verbündeter Streitkräfte und Industrien zur Zusammenarbeit verringern.“

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