Im neuen Sicherheitsumfeld muss sich das transatlantische Verteidigungsökosystem weiter zu langfristigen Partnerschaften zwischen dem US-Verteidigungssektor und den europäischen Verbündeten entwickeln.

Dr. Dennis Göge
Chief Executive and Vice President, Europe, Lockheed Martin
Seit 2022 hat sich die Beziehung zwischen der US-Verteidigungsindustrie und ihren europäischen Verbündeten erheblich weiterentwickelt.
Die Bedrohungswahrnehmung Europas hat sich seit der russischen Invasion der Ukraine radikal verändert und einen Bewusstseinswandel hin zu Abschreckung, Resilienz, Einsatzbereitschaft und industrieller Kapazität beschleunigt. Die NATO-Verbündeten erhöhen ihre Verteidigungsausgaben, füllen ihre Bestände wieder auf und legen größeren Wert darauf, dass kritische Fähigkeiten in großem Maßstab produziert, aufrechterhalten und modernisiert werden können.
„Europäische Regierungen erwarten zunehmend industrielle Beteiligung, souveräne Fähigkeiten, lokale Fertigung, Instandhaltungskapazität und technologische Zusammenarbeit als integrale Bestandteile jeder langfristigen Verteidigungsbeziehung“, erklärt Dr. Dennis Göge, Chief Executive und Vice President Europa beim US-amerikanischen Verteidigungs- und Luftfahrtkonzern Lockheed Martin.
„Lockheed Martin wurde als eines der ersten Unternehmen der Erwartung gerecht, dass Firmen aus der Verteidigungsindustrie in den Märkten präsent sein sollten, in denen sie verkaufen – sei es durch Partnerschaften mit heimischen Unternehmen, wie wir es in Ländern wie Deutschland, Italien, Norwegen oder Finnland tun, oder durch den Betrieb eigener Fertigungsstätten, wie etwa in Großbritannien und in Polen, wo wir in Anlagen investieren und europäische Jobs schaffen.“
Ausbau der Partnerschaften mit der europäischen Industrie
Dr. Göge weist darauf hin, dass das Unternehmen weiterhin in strategische Partnerschaften mit der europäischen Industrie investieren wird, weil es überzeugt ist, dass diese Fähigkeiten für die langfristige Einsatzbereitschaft und Resilienz der NATO unverzichtbar sind.
DIE BEDROHUNGSWAHRNEHMUNG
EUROPAS HAT SICH
SEIT DER RUSSISCHEN
INVASION DER UKRAINE
RADIKAL VERÄNDERT
UND EINEN BEWUSSTSEINSWANDEL
HIN ZU ABSCHRECKUNG,
RESILIENZ, EINSATZBEREITSCHAFT
UND INDUSTRIELLER
KAPAZITÄT BESCHLEUNIGT. (Dr. Dennis Göge,
Chief Executive and Vice President, Europe, Lockheed Martin)
Er betont, dass der Erfolg zunehmend von Faktoren wie gemeinsamer Entwicklung, technologischer Zusammenarbeit und Interoperabilität abhängen wird. „Deshalb ist das F-35-Programm so erfolgreich. Dies ist derzeit das fortschrittlichste und am besten vernetzte Kampfflugzeug der Welt und bildet den Grundpfeiler der Luftüberlegenheit und Interoperabilität innerhalb der NATO. Es bietet nicht nur mehreren Verbündeten eine hochleistungsfähige Plattform, sondern bindet auch die Industrien vieler dieser Nationen in die Herstellung dieser Plattform ein – oft auf Komponenten- und Subsystemebene entlang der Lieferkette, wo kritische Technologien, ingenieurtechnisches Fachwissen und Innovation entwickelt werden. Dort wird industrielle Kapazität aufgebaut, und dort werden langfristige Fähigkeit und Resilienz in einzelnen Nationen und über Allianzen hinweg gesichert.“