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Firmenwagen der Zukunft

Gewinn für beide Seiten

Foto: tommaso79 via Shutterstock

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Den Satz müssen sich vor allem Fuhrparkmanager über den Schreibtisch hängen. Warum?

Wenn es zu Unfällen kommt, haftet eventuell nicht nur das Unternehmen, sondern oft sogar der Flottenchef selbst. Falls ihm die Berufsgenossenschaft nachweist, dass er nicht für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gesorgt hat.

Im Fokus sollte er daher gemäß den Unfallverhütungsvorschriften zuerst einmal das „Arbeitsmittel“ Auto haben. Arbeitsmittel bedeutet jede Form des Firmenfahrzeugs, egal ob ein Techniker mit einem Nutzfahrzeug unterwegs ist oder ein Versicherungsvertreter mit dem Dienstwagen zum Kunden fährt.

Das Fahrzeug muss sicher sein und Mitarbeiter gegen „Gefahren für Leben und Gesundheit“ schützen. Ausrüstung, wie zum Beispiel Verbandskasten oder Warnweste, muss am Arbeitsplatz Auto vorhanden sein. Möglich ist eine jährliche Überprüfung im Rahmen der Inspektion oder Wartung. Wichtig ist dabei die schriftliche Dokumentation, die mindestens bis zur nächsten Prüfung archiviert werden muss.

Ein weiterer und für Unfälle entscheidender Schwachpunkt ist jedoch der Mensch: Fuhrparkverantwortliche müssen daher auch ihre Fahrer selbst regelmäßig unterweisen. Nach dem Willen des Gesetzgebers gilt es, den Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit zu schulen.

Ist die Gefährdung gleichbleibend und ändert sich nicht, müssen die Beschäftigten mindestens einmal jährlich wiederholt geschult werden. Natürlich sollte auch der Führerschein regelmäßig überprüft werden. Akzeptieren darf der Fuhrparkleiter nur Originalpapiere.

Relativ leicht fallen solche Checks und Unterweisungen in Firmen mit kleinem Fahrzeugpool und wenigen Kollegen. Aber wie agiert der Fuhrparkchef eines großen Unternehmens? Oft sind Fahrer unterwegs, sodass Unterweisungen nur schwer effizient möglich sind. Eine zentrale Veranstaltung für alle Fahrer wird da schnell kosten- und organisationsintensiv und bremst das Tagesgeschäft aus.

Viele Firmen entscheiden sich daher für eine dezentrale E-Learning-Lösung, die zahlreiche Vorteile hat: In der Regel ist sie für unterschiedliche Fuhrparks einsetzbar. Benötigt wird für den Fahrer nur ein PC mit Internetverbindung oder ein mobiles Endgerät, sodass Schulungen zeitlich und örtlich unabhängig durchgeführt werden können. Idealerweise passen sich die Schulungssysteme dem individuellen Lerntempo des Mitarbeiters an. Module starten dann genau an der Stelle, an der er das Lernen unterbrochen hat.

Der Fahrer bleibt flexibler, erhält eine umfassende Schulung und nach der Abschlussprüfung im System ein Zertifikat. Der Fuhrparkmanager wiederum hat eine bessere Kontrolle über die Lernergebnisse des Einzelnen wie über alle Mitarbeiter. Außerdem bekommt er am Ende eine lückenlose Dokumentation. Ein Gewinn für beide Seiten.

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