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ENERGIEWENDE

Flexibilität entscheidet: Warum Energiespeicher das Rückgrat einer resilienten Energieinfrastruktur sind

Energy storage systems with Solar farm and windmills. Battery container, renewable battery storage concept. 3d rendering
Energy storage systems with Solar farm and windmills. Battery container, renewable battery storage concept. 3d rendering
Foto: Shutterstock, 2593159895

Dass Strom jederzeit verfügbar ist, gilt als selbstverständlich. Ein stabiles Energiesystem ist aber keine Selbstverständlichkeit. Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Effizienz und die Fähigkeit, auf Störungen zu reagieren, sind zentrale Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Genau hier zeigt sich: Flexibilität ist eine Grundvoraussetzung – und Energiespeicher ihr entscheidender Baustein. Und das übrigens nicht erst heute. Bereits seit Jahrzehnten liefern etwa Pumpspeicher unverzichtbar und täglich Systemstabilität.

Urban Windelen

Geschäftsführer des Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V. (BVES)

Energiespeicher sind die Versicherung eines modernen Energiesystems

Sie stärken die Resilienz, indem sie Schwankungen und unerwartete Ereignisse ausgleichen. Sie reagieren innerhalb von Sekundenbruchteilen auf Veränderungen im Netz und stabilisieren Frequenz sowie Spannung. So sichern sie im Hintergrund, dass Haushalte und Unternehmen jederzeit zuverlässig mit Energie versorgt werden.

Wie relevant diese Funktion ist, zeigen aktuelle Zahlen: 2024 mussten in Deutschland rund 30 Terawattstunden Strom im Rahmen von Netzengpassmaßnahmen verschoben oder reduziert werden. Die Kosten dafür lagen bei knapp 3 Milliarden Euro jährlich. Diese Eingriffe machen deutlich: Es fehlt nicht an Energie – sondern an Flexibilität im System.

Auch weiterhin werden jedes Jahr mehrere Terawattstunden Strom nicht genutzt, weil sie weder transportiert noch gespeichert werden können. Gleichzeitig müssen bei hoher Nachfrage teure Reservekapazitäten aktiviert werden. Das verursacht vermeidbare Kosten und belastet die Versorgungssicherheit.

Nicht mehr die Erzeugung entscheidet – sondern die Fähigkeit, Energie richtig zu nutzen.

Ein weiteres Beispiel sind Lastspitzen

Ohne Speicher müssen Netze auf seltene Extrembelastungen ausgelegt werden, die nur wenige Stunden im Jahr auftreten. Energiespeicher können diese Spitzen gezielt abfedern und ermöglichen es, bestehende Infrastruktur deutlich effizienter zu nutzen – ein zentraler volkswirtschaftlicher Vorteil.

Energiespeicher wirken dezentral und vielseitig: Sie können Energie lokal bereitstellen, Abhängigkeiten reduzieren und das System robuster gegenüber Störungen machen. Auch in Industrie und kritischer Infrastruktur erhöhen sie die Betriebssicherheit und Planbarkeit.

Gleichzeitig stärken Investitionen in Energiespeicher die heimische Wertschöpfung

Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Installation, Betrieb und Optimierung entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Arbeitsplätze und industrielle Kompetenz in Deutschland. Unternehmen aus Industrie, Mittelstand und Start-ups treiben Innovationen voran und sichern technologische Souveränität in einem zentralen Zukunftsfeld. Investitionen in Energiespeicher schaffen damit eine leistungsfähige und resiliente Infrastruktur als Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft.

Fest steht: Ein modernes Energiesystem muss nicht nur leistungsfähig, sondern auch anpassungsfähig sein. Energiespeicher machen aus einer starren Infrastruktur ein flexibles, belastbares System.

Ohne Flexibilität wird Energie teuer – mit ihr wird sie effizient.

Damit sie ihr Potenzial entfalten können, braucht es klare Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit. Denn jeder Euro in Flexibilität stärkt nicht nur das Energiesystem – sondern sichert die Stabilität unseres Alltags und die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.

Energy storage systems with Solar farm and windmills. Battery container, renewable battery storage concept. 3d rendering

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