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AUTOMOTIVE EXCELLENCE 2020

Treiber des Branchenwandels

Foto: Gorodenkoff via Shutterstock

Trends und Mobilitätsbedarf setzen die Automobilbranche weiter unter Druck. Engineering-Dienstleister erweisen sich als effiziente Lösungslieferanten.

Umstrukturierungen unter Stammausstellern der IAA verdeutlichen einen strategischen Branchenwandel. Auch auf internationalen Automessen zu sehen: Digitale Unternehmen und Entwicklungsdienstleister (EDL) betreten die Bühne. Auto und Businessmodell werden zur gesamtheitlichen Mobilitätslösung. Sie fußt auf Elektromobilität, autonomem Fahren und Konnektivität und eröffnet der Branche neue Kooperationswege.

Unter Zugzwang

Neue Player treiben Technologien isoliert und damit die Branche an. „Die“ Antriebslösung ist noch nicht gefunden. Plausibel erscheint ein Mix: E-Fahrzeuge für die City, reichweitenstärkere Hybride und mit zunehmender Automatisierung optimierte Verbrenner für lange Strecken. Umwelt- und Komfortanforderungen beschleunigen vor allem den EU-Markt.

Hersteller (OEMs), die bei der Flottenelektrifizierung einer Buy-Strategie folgen, hatten bisher scheinbar Erfolg. Diejenigen, die über eine Make-Strategie technologische Unabhängigkeit gesucht haben, müssen an Geschwindigkeit zulegen und ihre Strategie ausbauen.

Für ein einzigartiges, vernetztes und sichereres Fahrerlebnis macht IT aus dem Pkw eine individualisierbare Plattform. Weg vom Kapazitätsleister, wandeln neue Technologiethemen die Geschäftsmodelle von EDL zu Anbietern von Methoden und Tools „on the shelf“. So besetzen sie zwischen OEMs und Zulieferern eine Expertenrolle, zum Beispiel in der Funktionsentwicklung und -integration sowie bei der Validierung von Basissoftware. Im Hinblick auf Komfort und Nutzererfahrung ist zu erwarten, dass Kooperationen zwischen OEMs und EDL die Branche weiter aufmischen.

Entwicklungsdienstleister in der globalen Wertschöpfungskette

Reifegrad und Anforderungen differenzieren Märkte und erfordern unterschiedliche Zeitpunkte, um neue Technologien einzuführen. OEMs müssen daher ihre Investitionen global optimieren. Etablierte EDL können diese Investitionslast mittragen. Mit der passenden Kompetenz und Expertise in Form von End-to-End-Dienstleistungen unterstützen sie früh in der Entwicklung und Forschung. Ihre Erfahrung verleiht der Automobilindustrie Spielraum, ermöglicht die Transformation zur Industrie 4.0 und weiterhin die Partizipation am Massenmarkt. 

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