Moderne Streitkräfte sind auf Daten angewiesen, die sich sicher in Entscheidungen übersetzen lassen. Im Interview erläutert Patrick Muff, Manager für Verteidigung bei Panasonic Toughbook, was das für die IT im Gefechtsfeld bedeutet.

Patrick Muff
Manager für Verteidigung
bei Panasonic Toughbook
Herr Muff, welche Bedeutung haben Daten heute für die Verteidigung?
Satelliten, Drohnen, Fahrzeuge und Radarsysteme erzeugen Daten. Entscheidend ist, aus ihnen relevante Inhalte zu filtern, zusammenzuführen und schnell weiterzuleiten. Soldaten brauchen nicht nur Feuerkraft – sie brauchen Zugriff auf die richtigen Informationen zur richtigen Zeit.
Warum gewinnt Edge-Computing an Bedeutung?
Im Einsatz können Verbindungen unterbrochen oder gezielt gestört werden. Deshalb müssen Daten dort verarbeitet werden, wo sie entstehen: direkt im Fahrzeug oder beim Drohnenoperator. Das beschleunigt die Auswertung und verringert die Abhängigkeit von Rechenzentren. Die Endgeräte müssen zuverlässig und energieeffizient sein, ausreichend Rechenleistung bieten und sichere Kommunikation ermöglichen. Im digitalen Gefechtsfeld ist die Frage nicht mehr nur, wo die Daten gespeichert werden. Entscheidend ist, wo die Daten in militärische Entscheidungen übersetzt werden können.
Wie lässt sich die Kontrolle über Daten sichern?
Daten bringen nur dann einen Vorteil, wenn Transport, Auswahl, Verarbeitung und Speicherung geschützt sind. Daher müssen Streitkräfte die Datenhoheit behalten, mit im eigenen Land gehosteten Cloudlösungen und kontrollierbaren Kommunikationswegen. Auch Hardware muss vom Werk bis zum Einsatz auf Manipulationen überprüfbar sein.
Welche Eigenschaften braucht mobile Hardware im Gefechtsfeld?
Die Geräte müssen robust sein; das bedeutet, sie müssen im Einsatz Stürzen, Staub, Wasser und extremen Temperaturen widerstehen können, aber auch bei gestörten Netzen, elektromagnetischen Einflüssen, Cyberbedrohungen oder Stromproblemen funktionieren.
SOLDATEN
BRAUCHEN NICHT
NUR FEUERKRAFT – SIE
BRAUCHEN ZUGRIFF
AUF DIE RICHTIGEN
INFORMATIONEN ZUR
RICHTIGEN ZEIT.
Zudem braucht es anpassbare Technik, etwa austauschbare Speicher, Schnittstellen und Kommunikationsmodule, die den Lebenszyklus verlängern können. Ebenso wichtig sind planbare Lieferketten, Ersatzteile, Wartung und Support. Zertifizierte Tablets und Notebooks aus dem Rugged Segment lassen sich zudem durch austauschbare Komponenten an die speziellen Anforderungen im Verteidigungsumfeld anpassen. Panasonic-Toughbook-Geräte sind ein Beispiel für diesen Ansatz.
MOBILE TECHNIK FÜR ANSPRUCHSVOLLE MISSIONEN

Militärische IT muss sich in bestehende Systeme einfügen, mobil und anpassbar sein. Panasonic Toughbook setzt dafür auf robuste Bauweise, austauschbare Komponenten und konfigurierbare Sicherheit.
Im digitalen Gefechtsfeld bedeutet Robustheit mehr als Schutz vor Stürzen, Spritzwasser und Staub. Toughbook-Tablets und -Notebooks sind auch für extreme Temperaturen von minus 29 bis 63 Grad ausgelegt und erfüllen den Militärstandard MIL-STD-810H. Erweiterungsbereiche erlauben es, Speicher, Schnittstellen und Kommunikationsmodule an jeden Auftrag anzupassen. Für das Toughbook 40 Tactical beispielsweise ist ein Modul von roda computer mit bis zu drei militärischen Rundsteckern erhältlich. Es ermöglicht die Integration in Ketten- und Radfahrzeuge. Verschlüsselte SSDs ergänzen die Konfigurationen.
Energie ohne Unterbrechung
In mobilen Gefechtsständen oder bei längeren Wartungseinsätzen ist Strom nicht immer verfügbar. Wechselbare Akkus und Hot-Swap-Konzepte ermöglichen den Akkutausch, ohne die Arbeit am Gerät zu pausieren. Je nach Modell stehen größere Akkus oder Zweitakkus zur Verfügung, mit Laufzeiten von bis zu 24 Stunden.
Sicherheit ab Werk
Toughbook Guard prüft die Hardware vor dem Systemstart anhand eines genehmigten Profils, sodass Veränderungen erkannt und nicht autorisierte Komponenten blockiert werden. Die Konfiguration lässt sich vom Werk bis zum Einsatz kontrollieren. Entnehmbare Quick-Release-SSDs erlauben es, sensible Daten getrennt vom Gerät aufzubewahren. Für die Toughbook-Modelle 40 und 56 ist optional eine Viasat-DARC-SSD mit AES-256-Hardwareverschlüsselung, Anti-Clone-Funktion und Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Systemstart erhältlich. Über Toughbook Secure können Geräte zudem ohne WLAN, Bluetooth, Kamera oder Mikrofon bereitgestellt werden.
Fest integriert, flexibel einsetzbar
Getestete Halterungen und Docks machen das Toughbook im Fahrzeug zur Arbeitsstation. Bei Bedarf lässt sich das Gerät entnehmen und an anderer Stelle weiterverwenden, etwa für Wartung, Einsatzsteuerung oder Dokumentation. Fahrzeughalterungen und militärische Anschlüsse ermöglichen die Integration in unterschiedliche Fahrzeugtypen. So wird robuste IT zur Grundlage verlässlicher digitaler Handlungsfähigkeit im Einsatz.

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