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Die Mobilitätsbranche braucht mehr Diversität

Die Mobilitätsbranche braucht mehr Diversität
Die Mobilitätsbranche braucht mehr Diversität
Foto: Rawpixel.com/Shutterstock

Die Mobilitätsbranche befindet sich im Umbruch: Die Digitalisierung lässt täglich neue ­­­Geschäftsmodelle entstehen, der Klimaschutz steht nicht nur dank der #FridaysforFuture Bewegung im Fokus und Themen wie E-Mobilität und autonomes Fahren bringen zahlreiche Herausforderungen und neue Player mit sich.

Ohne hochqualifizierte, kreative und querdenkende Mitarbeiter und Führungskräfte ist dieser Wandel nicht zu bewältigen. Frauen sind dabei ­unverzichtbar und spielen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität eine wichtige Rolle.

Mobilität ist eine grundlegende Stellschraube bei der Gestaltung zukunftsfähiger und lebenswerter Städte. Die Bedürfnisse und Lebensumwelten der Nutzer ändern sich, so auch bspw. die Arbeitswelt. Heute pendeln Millionen Menschen täglich morgens ins Büro. Die Zukunft der Arbeit ist jedoch mobil und dezentral. Mobilität anders zu gestalten erfordert eine neue Denkweise. Mobilität ist hochgradig individuell und muss daher divers gedacht werden: Nicht nur technisch, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln und vor allem vernetzt. Dazu braucht es diversere Teams, die mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Perspektiven und Rollen auf die Mobilitätskonsumenten schauen und ihre Bedürfnisse ganzheitlich verstehen. Im Fokus steht der einfache Zugang zu allen Mobilitätsangeboten.  

Mobilität muss divers und vernetzt gedacht werden.

Aktuell weist der europäische Transportsektor einen durchschnittlichen Frauenanteil von lediglich 22% auf (Eurostat 20161), in Führungspositionen liegt er noch niedriger. Vorherrschende Vorstellungen von Präsenz, Macht und gelebten Managementstrukturen mit den „richtigen“ Führungskompetenzen sind insbesondere für Frauen oft wenig attraktiv.

Führungskräfte müssen sich dafür einsetzen, dass Frauen in den Unternehmen Karriere machen können, indem sie die Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten ändern. Denn: Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Spitzenpositionen steigert nachweislich die Profitabilität eines Unternehmens (Mc Kinsey 20182).

Künftig sind Mitarbeiter und Führungskräfte gefragt, die eine hohe Sozialkompetenz mit sich bringen und die Fähigkeit, den Wandel aktiv mitzugestalten. Führungskräfte müssen nicht nur Trends erkennen, sondern auch richtig darauf reagieren. Bestehende Hierarchien und Silodenken sind dabei eine große Herausforderung.

Das Netzwerk Women in Mobility hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in der Mobilitätsbranche zu steigern. Gegenseitiges Empowerment unterstützt die Frauen dabei, Kulturveränderungen in ihren Unternehmen anzustoßen, Führungspositionen und Projektleitungen anzustreben und wahrzunehmen. Als Speakerinnen auf Podien oder als Expertinnen in Fachmedien nehmen die Women in Mobility Einfluss auf den Diskurs zur Zukunft der Mobilität.


Eurostat, 2016: Labour Force Survey, enthalten in: European Commission, 2018: Business case to increase female employment in Transport. URL: https://publications.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/7d33f841-54f1-11e9-a8ed-01aa75ed71a1/language-en/format-PDF/source-93300831

McKinsey & Company (2018): Delivering through diversity. URL: https://www.mckinsey.com/business-functions/organization/our-insights/delivering-through-diversity  

INFORMATION

Erfahren Sie jetzt mehr über Women in Mobility unter www.womeninmobility.de !

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