Während früher vorwiegend Baumwollgarne und Spitzenborten gefertigt wurden, setzt man heute auf Hightechfasern für vielfältige Anwendungen, zum Beispiel in Automobil- und Leichtbau.

Entsprechend weit oben steht die Stadt im Ranking. Superlative wie dichteste Werkstoff-Forschungslandschaft in den Neuen Bundesländern nach Berlin und Deutschlands größtes Leichtbaucluster sprechen für sich. Dabei gibt Dresden den Ton an wenn es beispielsweise um die Entwicklung neuer Werkstoffe für den Flugzeug- und Fahrzeugbau geht.

Wird irgendwo auf der Welt ein neuer Composite-Werkstoff entwickelt, durchläuft er mit großer Wahrscheinlichkeit eine Teststrecke in Dresden.

Hightechwerkstoffe für internationale Kunden

Zunehmende Mobilität, Klimawandel und steigende Anforderungen an die Fahrzeuge stellen Experten immer wieder vor neue Herausforderungen. Mit diesem Fokus werden in Dresden Composite-Werkstoffe und Bauteile aus ultraleichtem, stark belastbarem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff entwickelt, die internationale Kunden überzeugen. So werden zum Beispiel das Dach im Lamborghini Aventador, Frontklappen im Porsche 918 oder Triebwerkseinlaufkegel des A350XWB-900 mit Technologien aus Dresden gefertigt.

Forschung und Innovation

Die kosteneffiziente Herstellung hochkomplexer Bauteile mit exakt einstellbaren Eigenschaften ist Ziel eines Konsortiums unter der Federführung des Fraunhofer IWS. Die Entwicklung geeigneter Werkstoffe sowie Auftrags- und Härtungsverfahren für die Fertigung mittels additiv-generativer Verfahren, auch bekannt unter dem Namen 3-D-Druck, gehört zu den großen Stärken des Standorts Dresden. Gefördert wird das Projekt mit 45 Millionen Euro.

Standards setzen für die Zukunft

Wird irgendwo auf der Welt ein neuer Composite-Werkstoff entwickelt, durchläuft er mit großer Wahrscheinlichkeit eine Teststrecke in Dresden. Die IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH etwa holt dafür auch mal die Straße ins Labor – kürzlich geschehen bei der Betriebslastensimulation an der CFK-Karosserie des BMW i8.

Auch im Bereich Materialprüfung hat Dresden viel zu bieten. Auf Materialforschung und Anwendungstechnik spezialisierte Unternehmen testen neu entwickelte Composites auf Haltbarkeit, Funktion und Sicherheit, mit speziellen Testtechnologien und Prüfsystemen, auf die neben der Automobilindustrie auch Luftfahrt, Kunststoff- und Metallindustrie vertrauen. So setzt Dresden Standards für die Zukunft. Und wird als Wirtschaftsstandort für den Leichtbau richtig stark gemacht.