Auf den ersten Blick ein Gegensatz –der mit plattierten Werkstoffen gelöst werden kann. Der Clou liegt im genialen Zusammenspiel der verschiedenen Eigenschaften der Materialien, die im Walzplattierverfahren miteinander kombiniert werden.

Die Verbindung von leichtem Aluminium und stabilem Stahl überzeugt. Der Verbund ist perfekt umformbar und verfügt nach der Umformung über hohe Korrosionsbeständigkeit und eine sehr gute Hitzereflexion beziehungsweise hohe Wärmekapazität, um Wärme gezielt zu verteilen oder abzuführen. Die Eigenschaften des Alus bleiben im Plattierverbund trotz des Stahlkerns erhalten. Letzterer verfügt auf Wunsch über magnetische Eigenschaften.

Im Automobilsektor kommen zum Beispiel Alu-Stahl-, Alu-Kupfer-, Kupfer-Nickel-Werkstoffverbunde zum Einsatz.

Die Möglichkeiten für den Einsatz solcher Verbundmaterialien sind zahlreich: Erfolgreich angewendet werden sie bereits im Karosseriebau, im In- und Exterieurbereich und in Stromschienen, Zellverbindern, Modulverbindern, Batteriegehäusen, Stromsammlern und so weiter. Ebenso in der Herstellung von Stoßstangen, Hitzeschilden und Abschirmmaterial oder für Dichtungen.

Plattierte Werkstoffe sind sowohl bei Problemstellungen als auch für neue Konzepte oder Produktoptimierungen beziehungsweise Substitutionen interessant. Vor der Produktion lassen sie sich inzwischen auch digital konfigurieren. Unternehmen haben so bereits im Vorfeld die Möglichkeit, den optimalen Materialmix in Bezug auf die individuellen technischen, chemischen, mechanischen sowie physikalischen Daten zu designen.