Das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von 5,6 Litern pro 100 Kilometer für benzinbetriebene Fahrzeuge.

Strenge Zielvorgaben

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, lässt sich mit einem Anteil von 42 Prozent beim Antrieb am meisten sparen. An zweiter Stelle steht schon das Fahrzeuggewicht mit fast einem Viertel (23 Prozent). In Europa verkaufte Neuwagen werden also Hunderte von Kilos abspecken müssen, wenn sie die Zielvorgaben für 2021 einhalten wollen.

Bisher setzt man daher vor allem leichtere Metalle ein. So werden beispielsweise viele Karosseriebauteile inzwischen aus Aluminium und
Magnesium hergestellt. Doch der Umstieg von Stahl auf andere Metalle verringert das Gewicht nur um 15 bis 20 Prozent.

Reduktion mit Verbundwerkstoffen

Erheblich an Gewicht sparen kann man aber auch mit Glasfaser-Verbundwerkstoffen, zum Beispiel um Strukturbauteile und Dekorelemente zu gestalten. Sie lassen sich im Vergleich zu Stahl bis zu 30 Prozent leichter machen. Nimmt man Kohlefaser-Verbundwerkstoffe, liegt die Reduktion sogar bei bis zu 50 Prozent. Einziges Problem sind jedoch Kosten und lange Prozessdurchlaufzeiten.

Denn grundsätzlich gilt: Je leichter, desto teurer. Ein Kilogramm Stahl kostet durchschnittlich zwei bis drei Euro, Aluminium vier bis sieben Euro. Glasfaserverstärkte Teile aus Verbundwerkstoffen hingegen liegen bei etwa zwölf Euro und Teile mit Kohlenstoffverbundmaterialien können mehr als 50 Euro pro Kilo kosten. Hinzu kommt, dass es ganze fünf Minuten dauern kann, um ein Kohlenstoffverbund-Bauteil herzustellen, während sich Stahlteile im Minutentakt produzieren lassen.

Intensive Entwicklung

Damit eine Großserienproduktion möglich ist, arbeiten Zulieferer daher aktuell noch daran, diese Prozesse bis 2021 deutlich effizienter zu gestalten.