Wenn dabei Big Data kombiniert wird mit dem Ziel, Fertigungs- und Geschäftsprozesse zu optimieren, birgt dies künftig viel neues Potenzial. Unternehmen verbessern so Auftragsdurchlaufzeiten und die Kapitalbindung, zum Beispiel durch hohe Lagerbestände.

Vernetzte Produktion

Denn eine vernetzte Produktion kann Daten über Maschinen- und Produktionsabläufe in noch nie gekanntem Ausmaß liefern - sowohl in Bezug auf Aktualität als auch Qualität. Unternehmer, die diese Bewegungsdaten mit den Stammdaten der Fertigung verbinden, gewinnen völlig neue Erkenntnisse über die Effizienz ihrer Produktionsabläufe. Diese fließen wiederum in die Neugestaltung von Geschäftsprozessen ein.

Bereits bei knapp 60 Prozent aller deutschen mittelständischen Fertigungsunternehmen sind laut der Studie „Industrie 4.0 wird real“ der Marktforschungsfirma PAC bereits Automatisierungslösungen auf IT-Basis im Einsatz. Die Hälfte hat mit einem intelligenten Anlagenpark eine wichtige Basis für künftige Industrie-4.0-Szenarien geschaffen. Und immerhin 15 Prozent der deutschen Fertiger verfolgen mit dem Einsatz dezentraler, selbststeuernder Produktionsprozesse den Kern von Industrie 4.0.

Analyse und Workshops

In einem ersten Schritt müssen Unternehmer dafür einen Ist-Prozess analysieren, der zum Beispiel für SAP automatisiert wird. SAP-Konfigurationen werden hierbei verständlich als Prozesse visualisiert. Das vereinfacht erheblich die Analyse von Schwachstellen und die Einbindung des Top-Managements.

Danach lassen sich in Workshops nach dem Design-Thinking-Paradigma und unter Einbezug der gewonnenen Daten aus der Produktion neue Prozesslösungen ermitteln. Diese optimieren die Produktion.

Kontinuierliche Verbesserung

Hilfreich ist dabei eine Business-Intelligence-Lösung auf Basis der Methode Data Vault. Flexibel und kostengünstig können die Datenmodelle erweitert werden. Gleichzeitig passt man sie an neue Datenquellen aus Produktion, Vertrieb oder Supply Chain Management an.

Mit Prozessmodellen und dem BI-System lässt sich so für Unternehmen ein Regelkreis zur kontinuierlichen Verbesserung der Durchlaufzeit und Kapitalbindung installieren.

 


 

Elmar Nathe

Principal und Themenverantwortlicher Digitalisierung
bei MID GmbH

 

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Die Zeit der Produktentwicklung wird für alle immer schneller. Gleichzeitig wächst die Komplexität und die Regularien werden strenger. Ein Bereich ist daher die Digitalisierung von Prozessen. Wir unterstützen Kunden bei der Umgestaltung bestehender oder Einführung neuer Prozesse.

Im Bereich Business Design passen wir Geschäftsmodelle und -prozesse an digitale Strategien an und helfen, Business Capabilities um- und auszubauen. Ein weiterer Bereich ist Omni Channel. Unternehmen müssen heutzutage mehrere heterogene Vertriebskanäle nutzen und ihre IT- und Unternehmensarchitektur entsprechend anpassen. Für die Geschäftsprozessoptimierung setzen wir unter anderem automatisierte Prozessvisualisierungen wie SAP-Konfigurationen ein.

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