Der Grund: Da sie die IT-Infrastruktur ausgelagert haben, verloren sie gleichzeitig das entsprechende Architektur-Know-how. Weil sie vermehrt Standard-Softwarepakete implementieren, haben sie auch im Unternehmen selbst nur noch wenige Software-Entwicklungs-Projekte durchgeführt.

Eigenentwickelte Software

Dabei müssen sich gerade Unternehmen, die erfolgreich die digitale Transformation meistern wollen, zu einer Software-getriebenen Firma entwickeln. Und eine eigenentwickelte Software ist dabei die wichtigste Quelle für Innovation und Wachstum. Ein paar Maßnahmen sind in diesem Zusammenhang jedoch schon hilfreich, hauseigene Software-Kompetenz und -Know-how aufzubauen.

Für das erfolgreiche Erfassen, Überwachen und Analysieren der Daten sind der CDO und die Geschäftsbereiche gemeinsam zuständig

Wichtig ist zu Beginn, Produkte „smart“ zu gestalten, so dass sie in Echtzeit relevante Daten liefern können. Sobald im Unternehmen über Innovation und Differenzierung nachgedacht wird, gilt es daher, zuerst auch das Thema Software einzubeziehen. Denn nur aus diesem Bereich heraus können digitale Funktionen entwickelt werden.

Neue Berufsrollen

Eine besondere Rolle spielt darüber hinaus der Leiter der Informationstechnik beziehungsweise der Chief Information Officer (CIO): Obwohl es die Rolle des CIO seit etwa 50 Jahren gibt, hat sie in vielen Unternehmen mit der Zeit an Relevanz eingebüßt und wurde auf eine rein technische Funktion reduziert, die nicht ins operative Geschäft eingebunden und nicht im Vorstand angesiedelt ist.

Die meisten CIOs sind heute nur noch für das Management des IT-Betriebs zuständig und haben, nachdem die IT ausgelagert wurde und Standard-Anwendungspakete implementiert wurden, kein echtes Mitspracherecht bei der Business-Innovation und -transformation.

Datenzentrische Geschäftsmodelle

Zu etablieren ist deshalb in Zukunft ein Chief Digital Officer (CDO), der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet und die Geschäftsbereiche dabei unterstützt, ihre datenzentrischen, neuen digitalen Geschäftsmodelle umzusetzen.

Aber auch er kann nicht allein handeln – für das erfolgreiche Erfassen, Überwachen und Analysieren der Daten sind der CDO und die Geschäftsbereiche gemeinsam zuständig. Nur so gelingt erfolgreich eine digitale Transformation mit einer IT, die immer stärker Teil des Business wird.

 


 

 

Karl-Heinz Streibich

Vorstandsvorsitzender der Software AG

 

Die Digitalisierung bewirkt einen tiefgreifenden Wandel der Wirtschaft. In dieser neuen Welt nimmt die IT eine veränderte Rolle ein: sie muss Entscheidungsgrundlagen liefern und verlorene Berechenbarkeit wiederherstellen.

Das Internet of Things und Big Data sind allgegenwärtig und erfordern völlig neue Geschäftsmodelle. Standardanwendungen können die Anforderungen der Digitalisierung nicht erfüllen.

Was heute gebraucht wird, sind agile Softwarelösungen: individuelle, bedarfsorientierte Helfer, die Geschäftsprozesse flexibilisieren und zur richtigen Zeit die richtigen Services bereitstellen.

Die Digital Business Platform der Software AG ist weltweit die erste ihrer Art. Sie integriert On-Premise- und Cloud-Systeme in einer zentralen Plattform. Software AG-Technologie ermöglicht es Ihnen, digitale Geschäftsanwendungen so zu entwickeln, dass Sie Innovationspotentiale sofort erkennen und nutzen können.

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