Denn die Prozesse verändern sich künftig für sämtliche Beteiligte: Alle Abläufe sind bald vernetzt. Jeder Kollege hat ständigen Zugang zu Informationen aus jedem Winkel der Welt. Und betroffen sind sämtliche Branchen – ob nun Handel, Versicherungen, Medien, Gesundheitswesen oder Banken und Versicherungen.

Intelligente Systeme unterstützen dabei die Tätigkeit von Wissensarbeitern, organisieren die Vernetzung und automatisieren Routineabläufe.

Neue Arbeitsstrukturen

Für die Mitarbeiter in Unternehmen bedeutet das vor allem, dass sich Arbeitsplätze in ein paar Jahren komplett anders gestalten. Ebenso werden völlig neue Tätigkeiten geschaffen. Parallel lösen sich bisherige Arbeitsstrukturen komplett auf.

53 Prozent der deutschen Befragten sagten, dass sie am besten im Büro arbeiten.

Es wird mehr Freelancer, Kollegen im Homeoffice und Teams in virtuellen Netzwerken geben. Vielen Mitarbeitern ist das nur Recht. Das bestätigt jedenfalls die aktuelle „Future Workforce Studie“. Im Rahmen der Umfrage wurden weltweit 3.800 Mitarbeiter von Unternehmen in zehn Ländern durch Marktforscher befragt.

Zwar sagen 53 Prozent der deutschen Befragten, dass sie am besten im Büro arbeiten. Aber auch das Homeoffice (14 Prozent) oder Bürogemeinschaften (14 Prozent) werden geschätzt.

Mehrere Geräte

Hinzu kommt die Vorliebe, meist mit mehreren Geräten tätig zu sein statt nur mit einem. Die Hälfte der Desktop-Anwender arbeitet auch mit anderen Geräten, und diejenigen, die für die Arbeit entweder ein Tablet oder ein 2-in-1-Notebook benutzen, verwenden diese stets in Verbindung mit weiteren Devices.

Eine große Mehrheit von 72 Prozent zieht immer noch die direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht vor. Die Hälfte ist sich sicher, dass diese auch in Zukunft für eine produktive Arbeit Bestand haben wird.

Wunsch nach Flexibilität

Unternehmen stehen in dieser neuen Arbeitswelt daher vor der großen Aufgabe, den Wunsch nach Flexibilität so zu organisieren, dass sie die Interessen aller Seiten berücksichtigen. Das betrifft sowohl den technischen, genauso wie den zwischenmenschlichen Aspekt.

Das Auslaufmodell des klassischen Betriebs bedeutet häufig auch ein Ende des bisherigen Betriebsrats.

Firmen müssen für die jeweiligen Aufgaben die geeigneten Technologien bereitstellen.

Gerade bei jüngeren Bewerbern ist immer wieder festzustellen, dass sie weniger Wert auf einen Firmenwagen legen, dafür aber umso mehr auf die IT-Ausstattung des Unternehmens.

Herausforderung der Führung

Bei solchen Kollegen mit wechselnden Arbeitsorten, Teams und Vorgesetzten sind aber auch Führungskräfte vor zahlreiche Probleme gestellt: Arbeitsrechtliche Fragen, zum Beispiel die Haftung, oder auch unterschiedliche Vergütungen müssen häufiger länderübergreifend geklärt werden. Wer überwacht die Mitarbeiter und sichert die vorgeschriebene Qualität in sich ständig wandelnden Teams?

Das Auslaufmodell des klassischen Betriebs bedeutet häufig auch ein Ende des bisherigen Betriebsrats. Kunden wollen in die neuen digitalen Strukturen ebenfalls eingebunden sein. Wissen und Erfahrung der Mitarbeiter lassen sich nicht mehr so leicht örtlich lokalisieren und halten. Ganz zu schweigen von der Loyalität, die mit mehr Flexibilität schwindet.

Die digitale Transformation ist also angesichts solcher Herausforderungen nicht allein eine Frage der passenden Technik - sondern auch eine der sich neu zu orientierenden Führung in jedem Unternehmen.