Es wird schon lange von der Digitalisierung gesprochen, aber wie weit sind die Unternehmen wirklich?

Die Digitalisierung muss vordergründig durch das Management getrieben werden, aber nicht aus dem Elfenbeinturm heraus.

Die Ergebnisse zeigen, die Digitalisierung ist gestartet. Maßnahmen werden im Bereich Standardisierung durchgeführt, da haben industrielle Unternehmen bereits einen gewissen Reifegrad erreicht. Nachholbedarf besteht bei der Vernetzung der Maschinen und Anlagen innerhalb der Produktion. Die vertikale und horizontale Integration der gesamten Wertschöpfungskette ist damit eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen dabei?

Die größte Herausforderung ist das Budget. Die Digitalisierung kostet Geld und da müssen Unternehmen genau identifizieren, mit welchen Investitionen sie den größten Nutzen erzielen können. Die kurz- bis langfristige Planung zur Umsetzung wird somit ein zentraler Erfolgsfaktor. Hürden zeigen sich zudem in den Strukturen. So wurden nicht gelebte Prozesse, die geringe Flexibilität und der Reifegrad der vorhandenen IT-Infrastruktur als Schwierigkeiten bezeichnet. Durch die Digitalisierung erhoffen sich die Unternehmen mehr Flexibilität, damit sie an den sich verändernden Märkten bestehen können.

Wer treibt die Digitalisierung?

Die Digitalisierung muss vordergründig durch das Management getrieben werden, aber nicht aus dem Elfenbeinturm heraus. Die Veränderung durch die Digitalisierung betrifft alle Unternehmensbereiche und alle Mitarbeiter. Der treibende Bereich ist jedoch die IT. 65% der befragten Entscheider sehen die IT klar in der Verantwortung. Die Kompetenzanforderungen an die IT in der Produktion steigen dadurch: ca. 70% der befragten Entscheider fordern nicht nur ein generelles IT-Wissen, sondern zudem Know how über die relevanten Produktionsprozesse.

Und wie geht es nun weiter?

Insgesamt eröffnet die Digitalisierung den Unternehmen eine große Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten. Jedes Unternehmen muss jedoch individuell mit der Analyse des Status Quo und der strategischen Planung beginnen.