Man kann die digitale Transformation mit kleinen Insellösungen voranbringen. Oder man macht es wie die Werkstoffexperten von thyssenkrupp Materials Services und geht direkt ganzheitlich ans Werk: Vernetzung des Maschinenparks, Bau des größten virtuellen Materiallagers der Welt, Omnichannel-Verfügbarkeit für 250.000 Kunden weltweit.

Sicher kein einfaches Unterfangen, aber erreichbar, wenn die Voraussetzungen stimmen. Und genau an diesen hat thyssenkrupp Materials Services in den letzten Jahren konsequent gearbeitet – mit Erfolg.

„Unser Geschäft ist enorm komplex. Wir handeln nicht nur mit Stahlprodukten, NE-Metallen und Kunststoffen. Über 50 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir bereits mit vielfältigsten Dienstleistungen in den Bereichen Materials und Supply Chain Management.

Zudem operieren wir weltweit. Vor diesem Hintergrund war uns schnell klar: Wenn wir von den Möglichkeiten der Digitalisierung nachhaltig profitieren wollen, müssen wir von Anfang an einen holistischen und integrierten Ansatz wählen, der unsere gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt und bei dem es nicht nur um Effizienzgewinne geht, sondern auch um gänzlich neue Geschäftsmodelle der Zukunft“, sagt Joachim Limberg, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Materials Services.

Smart vernetzen

toii war der erste Meilenstein. Die von den Werkstoffexperten selbst entwickelte IIoT-Plattform vernetzt seit letztem Jahr sukzessive den eigenen Maschinenpark. Und der ist mit Anlagen unterschiedlichster Hersteller und Generationen äußerst vielschichtig.

Virtuell abbilden

Aktuell im Rollout ist mit dem größten virtuellen Materiallager der Welt das nächste Megaprojekt. Zu diesem Zweck wird das gesamte Sortiment der Werkstoffexperten virtuell abgebildet. Das Ziel: Voll-digitaler Zugriff auf mehr als 150.000 Produkte und Services beziehungsweise 3,5 Millionen Quadratmeter Lagerfläche an 271 internationalen, operativen Standorten – die Voraussetzung für Meilenstein Nummer drei.

Mit 250.000 Kunden weltweit hat thyssenkrupp Materials Services einen riesigen, diversifizierten Kundenstamm. Und diese Kunden wollen ihre Bedarfe zunehmend so abrufen, wie und vor allem, wann es ihnen am besten passt. Genau darauf zielt daher die neue Omnichannel-Struktur ab:  – über jeden Kanal, von überall, rund um die Uhr haben die Kunden direkten Zugang zum gesamten Angebotsportfolio.


„Omnifit“ in die digitale Zukunft

 

Joachim Limberg

Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Materials Services

 

Im Gespräch mit Joachim Limberg, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Materials Services.

Wo steht thyssenkrupp Materials Services heute in Sachen Digitalisierung?

Digitalisierung ist bei uns ein ganzheitliches Thema und konsequent in den Dienst des Kundennutzens gestellt. Wir machen schon heute gut 1,3 Milliarden Euro Umsatz über digitale Kanäle und wir betrachten die komplette Wertschöpfungskette, die gesamte Reise des Kunden. Wir werden „omni-fit“, sind überall da, wo der Kunde sucht, sorgen vor allem aber auch dafür, dass alles, was „nach“ dem Bestellvorgang folgt, so intelligent wie möglich läuft. Denn hier, im Backend, steckt der eigentliche Kundennutzen. Das ist die Königsdisziplin.

Was heißt das konkret?

Wenn Sie Kunden fragen, was sie heute tatsächlich brauchen, hören sie „viel mehr als eine schicke Website zum Bestellen“. Kunden heute brauchen die komplette Integration ihrer Daten, ein genaues Forecasting ihres Bedarfs, die Liveverfolgung ihrer Lieferungen, Flexibilität in Sachen Just in Time und Just in Sequence und vieles mehr. Genau aus dieser Kundenperspektive haben wir daher in den letzten Jahren viel in die Digitalisierung investiert.

Anders als viele andere Industrieunternehmen entwickeln Sie viel inhouse. Warum?

Aus Überzeugung. Wir haben das Potenzial. Wobei wir selbstverständlich situativ auch externe Experten hinzuziehen. In unserem Digital Transformation Office in Essen fließen alle Stränge der Digitalisierung zusammen. Hier erkennt man Synergien und pusht für unser Geschäft so bahnbrechende Eigen-Entwicklungen wie toii, unsere selbst entwickelte IIoT-Plattform, oder unsere neue, ebenfalls inhouse entwickelte Künstliche Intelligenz (KI)-Lösung, die wir in Kürze vorstellen werden. Mit dieser KI werden wir in der Lage sein, deutlich effizienter riesige Datenmengen zu verarbeiten, zu analysieren – und auf Basis dieser Ergebnisse in komplett neuen Geschäftsdimensionen zu denken.

Interview wurde geführt von Marcel Lemcke.

 

 

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