Debatte der Extreme

Unter dem Stichwort Big Data wird von Anbeginn eine Debatte der Extreme geführt: zwischen denen, die ein goldenes Zeitalter voraussehen, und denen, die die totale Überwachung fürchten.

Eine Polarisierung bringt die Gesellschaft angesichts der anstehenden Herausforderungen aber nicht weiter. Denn Daten sind per se weder nützlich noch schädlich. Es sind die Erkenntnisse aus den Analysen, aus denen sich Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft stiften lässt.

Hilfreich in der Medizin

So kann sich mit Big Data künftig ein herzkranker Mensch auf Wunsch rund um die Uhr medizinisch beobachten lassen.

Klar ist: Unternehmen müssen dem Einzelnen volle Souveränität über seine Daten geben.

Aber auch individuelle Gesundheitsindikatoren verknüpft mit Daten zu Lebensgewohnheiten führen zu einer recht zuverlässigen Vorhersage des Diabetesrisikos.

So können Patienten frühzeitig Präventionsmaßnahmen einleiten.

Daten schonen Ressourcen

Auch im Umweltschutz stiften Daten einen Nutzen. Sogenannte Smart Homes werden wesentlich weniger Energie verbrauchen – bei gleichzeitig höherem Komfort. Die anonymisierten Bewegungsmuster Hunderttausender Menschen in einer Region ermöglichen eine bessere Verkehrsplanung mit weniger Staus.

Hoheit über eigene Daten elementar

Skeptiker sorgen sich vor allem um den Verlust von Privatsphäre. Diese Bedenken gilt es ernst zu nehmen und sie offen zu diskutieren. Denn wichtig ist ein grundlegender Konsens in unserer Gesellschaft, wie wir mit Daten umgehen wollen.

Klar ist: Unternehmen müssen dem Einzelnen volle Souveränität über seine Daten geben. Denn die Selbstbestimmung des Individuums ist Voraussetzung für eine echte Akzeptanz der Datenökonomie. Nur wenn das gelingt, wird die Gesellschaft von der digitalen Transformation profitieren.