Hier liegt die Aufgabe für die kommenden Jahre – es gilt, die Technologien intelligent einzusetzen, miteinander zu kombinieren und die gesammelten Daten so zusammenzuführen, dass sie wirklich einen Mehrwert am Markt bringen. Um diese nächste Stufe zünden zu können, müssen wir an verschiedenen Themen arbeiten:
Wir brauchen für Standardisierung und IT-Sicherheit Antworten auf internationaler Ebene.

Das wird nicht von heute auf morgen passieren. Wir erleben in unseren internationalen Kooperationen jedoch deutliche Fortschritte. Gemeinsame Lösungen sind hier von hohem wechselseitigem Nutzen, nationale Lösungen untergraben die Potenziale der Industrie 4.0 für alle Seiten. Die Daten- und Plattformökonomie schafft neue Möglichkeiten im Markt, entzieht aber gleichzeitig bisherigen Geschäftsmodellen ihre Basis.

Deshalb sollten Unternehmen heute schauen, welche Möglichkeiten sich am Markt für sie ergeben, und eigene neue und digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, nicht nur die führenden technologischen Lösungen entwickelt zu haben, sondern auch deren Umsetzung in Wertschöpfung im Blick zu haben.

Aus Arbeitsgruppen werden agile Scrum-Teams, Planstellen für Industrial Security Officers werden geschaffen.

Neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) drängen sich bereits in den Vordergrund. Deswegen unterhält die Plattform Industrie 4.0 eine enge Verbindung zur Plattform Lernende Systeme und behandelt rechtliche Aspekte von KI oder den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme in der Arbeit 4.0. Arbeitsorganisation und Bildung werden immer wichtigere Themen. Denn mit veränderten Produktionsprozessen gehen auch neue Formen des Arbeitens einher.

Organisationseinheiten verändern sich: Aus Arbeitsgruppen werden agile Scrum-Teams, Planstellen für Industrial Security Officers werden geschaffen. Die Veränderungen betreffen Blue Collar und White Collar gleichermaßen. Industrie 4.0 erfordert eine Weiterbildung auf sehr breiter Basis und für jeden Beschäftigten. Wir müssen dringend unser Bildungssystem hierfür weiterentwickeln und betriebliche Qualifizierung stärken.

Diese und weitere Themenfelder bearbeitet die Plattform Industrie 4.0 (www.plattform-i40.de) seit 2015 und hat dabei zahlreiche Handlungs- und Praxisempfehlungen in den Bereichen Standards, IT-Sicherheit und Arbeitswelt vorgestellt. Als eines der weltweit größten Expertennetzwerke für Industrie 4.0 ist sie international als Kooperationspartner gefragt. So finden deutsche Lösungsansätze erfolgreich ihren Weg in die internationale Debatte.