Zukunftstechnologien entstehen an Hochschulen, Forschungsinstituten oder bei Tüftlern in der Garage

Die Umsetzung in neue Produkte erfordert gerade bei disruptiven Neuerungen hohe Risikobereitschaft und Flexibilität. Beides Anforderungen, die wir vor allem in jungen Hightech-Unternehmen finden. Die Vorzeichen dafür sind positiv: Die Gründungskultur in Deutschland im Hochtechnologiebereich hat nach dem Einbruch im Jahr 2005 stark an Fahrt gewonnen.

Start-ups stehen mittlerweile vielfältige Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung in der höchst risikoreichen Startphase, in der Fremdkapital kaum eine Rolle spielt, zur Verfügung. Die öffentliche Hand hat auf Bundes- sowie Landesebene in verschiedenen Formen Möglichkeiten geschaffen. Die EXIST-Programme bezuschussen universitäre Gründungen, eine Reihe von (Forschungs-)Förderprogrammen unterstützen anspruchsvolle Entwicklungsvorhaben mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

Der High-Tech Gründerfonds, ein Public-private-Partnership und mit über 360 branchenübergreifend finanzierten Hightech-Unternehmen Deutschlands größter Seedinvestor, stellt Eigenkapital, Know-how und Netzwerke in der Gründungsphase zur Verfügung, und der ERP-Startfonds der KfW ergänzt als Co-Investor die Mittel von privaten Beteiligungsgebern.

Mit INVEST, dem Zuschuss für Wagniskapital, unterstützt die Bundesregierung private Investoren wie Business Angels, die sich an jungen Technologiegründungen beteiligen.

Auf Länderebene finanziert eine Reihe von Beteiligungsgesellschaften gemeinsam mit privaten Leadinvestoren risikoreiche Wachstumsunternehmen. Zahlreiche Gründerzentren, Inkubatoren und Acceleratoren sowie deren Programme unterstützen Start-ups in der Gründungsphase und begleiten sie durch Coaching, um ihnen eine Wachstumshilfe zu geben.

Sie stellen Arbeitsplätze bereit und bieten strategische und technische Unterstützung. Viele dieser Zentren sind spezialisiert. Gerade Innovationen in Zukunftsbranchen wie Pharma und Biotech, Elek-tromobilität, intelligente Stromnetze, 3D-Druck oder auch vernetzte Produktion haben durch diese vielfältigen Möglichkeiten sehr gute Chancen, zu wachsen und auch einen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten.