Und fast jeder kennt sie hierzulande auch mit dem typischen blauen Sticker der Marke Chiquita. Das Unternehmen handelt mit der tropischen Frucht als einer der größten Bananenexporteure weltweit, baut sie vor allem in den Tieflandgebieten Lateinamerikas an und setzt dabei auf verantwortungsbewussten Anbau und Nachhaltigkeit.  

Vor dem Genuss kommt allerdings der arbeitsintensive Bananenanbau. Angefangen bei den Farmen, auf denen Bananen geerntet werden, bis hin zu lokalen Lebensmittelgeschäften – eine Reise, die Tausende von Kilometern lang ist. Damit Chiquita diese Reise umweltfreundlich gestaltet, fußt seine Strategie im Bereich Nachhaltigkeit auf drei Initiativen. .

Umfangreiche Energieeinsparungen

Hinter „Behind the Blue Sticker“ verbirgt sich eine lange Reihe von Innovationen und die Reorganisation betrieblicher Prozesse im Farm-Management. Sie sollen Produktivität als auch Nachhaltigkeit verbessern. Maßnahmen zu Energieeinsparungen in der Logistik, die Optimierung von CO2- und Wasser-Fußabdruck oder die Reduktion und das Recycling von Ausschusserzeugnissen und Abfall ergänzen dieses Programm. Bis dato hat Chiquita 39 Prozent der gesamten Farmfläche dieser Erneuerung unterzogen. Bis ins Jahr 2020 sollen es 76 Prozent sein.

Ein guter Nachbar

Die zweite strategische Initiative – „Being a Good Neighbour“ – betont die Verpflichtung als Unternehmen gegenüber der Gesellschaft, der lokalen Bevölkerung und ihren Gemeinden, aber auch gegenüber Zulieferern, Abnehmern, Partnern, Endkonsumenten und – nicht zuletzt – der Umwelt. Chiquita engagiert sich in Nachbarschafts- und Gemeinschaftsprojekten, investiert in Schulen, verhilft Kindern zu einer Grundausbildung, gibt Kurse in Umweltlehre, fördert Umweltbewusstsein und Chancengleichheit. Es leistet Katastrophenhilfe in jenen Gegenden, wo es vor Ort tätig ist, und arbeitet eng mit NGO-Partnern für ausgewählte Wohltätigkeitsprojekte zusammen.

Zukunft der Branche

Die dritte strategische Initiative – „For the Greater Good“ – hat nicht weniger zum Ziel, als die Zukunft der Branche zu sichern. Diese ist von enormer Bedeutung, denn Bananen sind die viertwichtigste zu Nahrungszwecken angebaute Kulturpflanze. So lässt zum Beispiel der Bodenpilz Tropical Race 4 (TR4) Bananenpflanzen verwelken oder absterben, greift die am weitesten verbreitete Cavendish-Banane an und ist daher ein großes Risiko. Chiquita will die Verbreitung von TR4 unbedingt stoppen. Ziel ist es, eine dauerhafte Lösung für die TR4-Epidemie zu finden.

Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung gegen den gefährlichen Pilz. Chiquita trägt dazu bei, führende Wissenschaftler, zum Beispiel von der Wageningen University & Research in den Niederlanden, Forscher, Industrieunternehmen und Institutionen zusammenzubringen, um dieser akuten Bedrohung zu begegnen. Erst Mitte 2018 trafen sich rund 100 Experten aus aller Welt in Boston, um über den aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung sowie den Umgang mit TR4 zu diskutieren.

Moralische Verpflichtung

Dabei geht es Chiquita nicht allein um sein wichtigstes Produkt und die unzähligen Bananen-Fans, die hierzulande im Supermarkt gern zur gelben Frucht greifen. Es wird im Sinne der Nachhaltigkeit auch seiner moralischen Verpflichtung gerecht – Bananen sind in vielen Teilen der Welt ein Grundnahrungsmittel und elementar, um Nahrungsnotstände von Millionen Menschen zu verhindern.