Die Themenbereiche sind dabei vielfältig: Von automatisierter Anlageberatung über Kreditvergabe und Versicherungsvermittlung bis hin zu Zahlungsdienstleistungen ist alles dabei.

Im Unterschied zur Gründerszene im E-Commerce verfügen Gründer von FinTech-Unternehmen meist über einige Jahre Berufserfahrung im Finanzsektor. Sie bringen ihr ganz spezifisches Fachwissen in die Gründung ein und sind tief in prozessualen wie rechtlichen Themen verwurzelt.

FinTechs erreichen nicht zuletzt durch die fast obligatorische Zusammenarbeit mit einer Partnerbank bereits sehr früh ein hohes Professionalisierungslevel. Sie müssen viele rechtliche Anforderungen erfüllen und haben eher als andere Startups das  Bedürfnis an rechtlichen Fragestellungen mitzuwirken.

Unter den „Einhörnern“, den Startups, die richtig groß werden, sind einige Gründungen im Finanzbereich zu finden

Rund 50 FinTechs sind bereits im Bundesverband Deutsche Startups e.V. in einer Fachgruppe FinTech organisiert. Neben gemeinsamen Netzwerkevents werden auch politische Themen angegangen.

Die FinTechs befinden sich im Austausch mit Behörden, wie beispielsweise BaFin und BMF und nehmen zu aktuellen Themen Stellung, die die Gründer betreffen. Konkret geht es dann beispielsweise um ein BaFin Rundschreiben mit Restriktionen zum Thema Videolegitimation.

Rechtliche Hürden, die lange Entwicklungsphase wie die vergleichsweise hohen Personalkosten pro Mitarbeiter führen zu hohen Anfangsinvestitionen. Es dauert im Regelfall Jahre bis erste schwarze Zahlen geschrieben werden.

Doch die Mühe kann sich lohnen: Unter den „Einhörnern“, den Startups, die richtig groß werden, sind einige Gründungen im Finanzbereich zu finden. Egal, ob PayPal, Adyen oder Klarna, all diese FinTechs der ersten Stunde haben es geschafft, globale Finanzunternehmen zu werden.