Neben Alternativen im Kraftstoffbereich wie Erdgas zählen vor allem Elektro- und Hybridantriebe zu den bedeutendsten Lösungen.

Mit der Anmeldung des Patents auf ein dreirädriges Gefährt mit einem Benzin-Verbrennungsmotor legte Carl-Friedrich Benz 1886 den Grundstein einer einzigartigen Erfolgsgeschichte der Automobilindustrie in Deutschland.

Doch auch die automobile Gegenwart ist auf der Suche nach alternativen Konzepten, die umweltschonend und unter Anbetracht der Endlichkeit fossiler Brennstoffe effizient wirken. Zu den wichtigsten modernen und nachhaltigen Antriebsformen zählen Erdgasfahrzeuge sowie Elektro- und Hybridmotoren.

Reduzierung von Emissionen 

Bei mit Erdgas betriebenen Fahrzeugen wird in den Zylindern eines Ottomotors anstatt eines Benzin-Luft-Gemischs ein Erdgas-Luft-Gemisch verbrannt. Durch die sehr saubere Verbrennung entstehen wesentlich weniger Abgase. Da Erdgas zu den fossilen Brennstoffen gehört und damit endlich ist, können Fahrzeuge dieser Sparte auch mit Methan, das auf Erdgasqualität aufbereitet wurde, betrieben werden.

Außerdem ist für den Kraftstoff bis 2018 ein vergünstigter Mineralölsteuersatz garantiert. Ein Schlüsselthema hinsichtlich der Weiterentwicklung ist die Erhöhung der Speicherkapazität und der damit verbundenen Reichweite. 

Leise und effizient

Einen weiteren zentralen Bereich der alternativen Antriebe stellen Elektromotoren dar. Sie gelten als äußerst effizient und können emissionsfrei betrieben werden. Zudem arbeiten Elektromotoren fast lautlos. Die notwendige Elektroenergie beziehen die Motoren entweder aus eingebauten Speichern oder aus der elektrochemischen Umwandlung von Wasserstoff in einer Brennstoffzelle.

Die Elektromobilität gilt als äußerst zukunftsträchtig, sieht sich aber noch mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählt beispielsweise die massenfähige Produktion von Brennstoffzellen und die kostengünstige Speicherung des Energieträgers, aber auch die Optimierung der Ladungskapazitäten der Akkumulatoren und die damit einhergehende Vergrößerung der Reichweite bei reduziertem Gewicht.

Praxiserprobter, weil auch schon seit 15 Jahren in Serie am Markt und bereits millionenfach verkauft, sind Fahrzeuge mit Hybridantrieb. Dabei setzt man auf eine Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Ein Teil der auf die Räder übertragenen Antriebsenergie wird elektrisch erzeugt und der andere Teil durch den Verbrennungsprozess im Otto-Motor generiert.

Dadurch werden Emissionen reduziert und der durch Elektroenergie unterstützte Verbrennungsmotor kann unabhängig von der Geschwindigkeit in einem verbrauchsgünstigen Leistungsbereich arbeiten. 

Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor

Die Sparte der hybridangetriebenen Fahrzeuge wird immer breiter und wird bald schon vom Kleinwagen bis zum Van reichen. Zudem wird in 2012 neben der rein unterstützenden Wirkung eines Elektromotors beim Antrieb eines Fahrzeugs auch schon die nächste Entwicklungsstufe hybrider Mobilitätskonzepte verfügbar sein: Hybridautos mit größeren und extern aufladbaren Batterien. Diese können für eine bestimmte Reichweite die Funktionalität eines reinen Elektroautos bieten.

So können kurze Strecken beispielsweise zur Arbeit oder zum Einkaufen rein elektrisch zurückgelegt werden. Bei längeren Überlandfahrten arbeitet der Verbrennungsmotor zusammen mit einem Generator als Stromerzeuger oder er greift auf den effizienteren Hybridantrieb des Fahrzeugs zurück.

Das bedeutet einerseits keine Einschränkungen hinsichtlich der Reichweite und andererseits wäre zur Nutzung eines rein elektrisch betriebenen PKWs für kurze Strecken keine zusätzliche Anschaffung eines allein darauf spezifizierten Kraftfahrzeugs notwendig.