Es dauert etwa zwei Wochen, dann steht der haushohe 3-D-Drucker auf dem Baugrundstück und fängt an zu drucken. 48 Stunden lang fahren im Minutentakt die Lieferfahrzeuge vor und befüllen das High Tech Gerät mit staubfeinem Material. Dann ist das Bürogebäude fertig und die Mieter können einziehen.

Soweit eine Vision des Bauens. Bauen im Jahre 2016 sieht hingegen noch aus wie im 20. Jahrhundert. Von digitalisierten Prozessen und systematischem Bauen sind wir in der Masse noch weit entfernt.

Wir haben in der Entwicklungsphase hauptsächlich Fragen gestellt. Nutzer, Planer, Grundriss- und Gesundheitsexperten, Experten für Behaglichkeit, Reinigungsfirmen aber auch Wachschützer haben uns gesagt welches für sie das optimale Bürogebäude ist.

Denn es werden immer noch Unikate gebaut. Stets neu gebildete Teams aus Architekten, Planern, Bauausführenden erfinden mit wechselnden Produkten Standardbürogebäude immer wieder neu. Dies ist selten effizient, meist teuer und oft mit vielen Fehlern behaftet.

Ein Stück Zukunft wagt im Gegensatz dazu die Aachener BOB efficiency design AG. Die Systemintegratoren haben mit einem Team von Architekten und Ingenieuren vor zehn Jahren das Balanced Office Building, kurz BOB, gebaut.

Das moderne Bürogebäude war ursprünglich als Unikat geplant, ist aber in den Folgejahren zum Prototypen einer Serie mutiert, die jetzt als Bürogebäude-Produkt marktreif ist.

BOB-Vorstand Dr. Bernhard Frohn: „Wir haben in der Entwicklungsphase hauptsächlich Fragen gestellt. Nutzer, Planer, Grundriss- und Gesundheitsexperten, Experten für Behaglichkeit, Reinigungsfirmen aber auch Wachschützer haben uns gesagt, welches für sie das optimale Bürogebäude ist. Herausgekommen ist dann ein Gebäudesystem, das eine Balance der vielen Aspekte herstellt. Unser Leitthema Lebenszykluskosten-Effizienz hat dazu geführt, dass das Gebäude gerade mal 30 Cent/m2 im Monat Energiekosten für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung verursacht und auch in puncto Behaglichkeit seines Gleichen sucht.“

Laut Frohn ist BOB das energieeffizienteste Bürogebäude Deutschlands und über Jahre wissenschaftlich begleitet und überprüft worden. Besonders an dem Gebäudekonzept sei aber, dass sich das technische Konzept beliebig auf andere Standorte übertragen lässt.

Die Idee, ein Gebäude als Produkt zu denken, war geboren. Seitdem sind Gebäude in Dresden, Hannover und in den Niederlanden in unterschiedlichem Architekturdesign entstanden. Weitere Bürogebäude sind gerade in der Entwicklung.

„Ein Bürogebäude in Serie zu denken, bringt immense Effizienzvorteile. Neben dem sparsamen Energiekonzept können wir im Gebäudeprodukt Innovations- und Planungskosten auf die Serie umlegen. Smarte Technologien wie die Fernsteuerung über Tablet oder Smartphone, die Integration von E-Mobility oder die vollständige Digitalisierung des Planungsprozesses sind bei einem Unikat meist unbezahlbar. “

Der 3-D-Druck eines Bürogebäudes ist auch bei BOB sicher noch weit entfernt. Eine Revolution des Bauens findet dennoch statt. Denn ein Bürogebäude als Produkt zu denken, ist eine echte Innovation.

www.bob-ag.de