Die Folge sind hohe Wachstumsraten und Höchstleistungen, die mit gesundheitlichen Problemen einhergehen. Hinzu kommt, dass der Großteil der Tiere unter Bedingungen gehalten wird, die die natürlichen Bedürfnisse der Tiere nach Platz, Bewegung und Beschäftigung komplett missachten. Verletzungen, Krankheiten und Verhaltensstörungen sind die Folge.

Seit einigen Jahren ist jedoch ein Umdenken spürbar. Die Probleme der Intensivtierhaltung rücken zunehmend ins öffentliche Bewusstsein und in die Kritik. Viele Verbraucher greifen bereits auf vegetarische oder vegane Alternativen zurück. Solange die Gesellschaft jedoch die Zucht, Haltung und den Tod von Tieren zu Ernährungszwecken akzeptiert und Fleisch, Milch und Eier verzehrt werden, muss alles getan werden, um die Situation der betroffenen Tiere zu verbessern.

Ansätze zeigen bereits, dass es möglich ist, den Bedürfnissen der Nutztiere nachzukommen. So hat der Deutsche Tierschutzbund mit „Für Mehr Tierschutz“ ein eigenes Label auf den Markt gebracht, das für deutliche Verbesserungen bei der Haltung, dem Transport und der Schlachtung steht. Doch Tierschutz hat seinen Preis: Höhere Produktionskosten für das vergrößerte Platzangebot, eine langsamere Mast, tiergerecht ausgestattete Ställe oder Beschäftigungs- und Auslaufmöglichkeiten müssen letztendlich vom Verbraucher auch finanziell honoriert werden.