Denn während man die aktuellen Folgen in den USA über die unterschiedlichsten Kanäle anschauen konnte, muss man sich hierzulande teilweise auf illegales Online-Terrain begeben, um in den Genuss der Serien zu kommen. Warum wird es dem deutschen Verbraucher so schwer gemacht? Ich glaube: Der deutsche Markt ist aufgrund komplizierter Rechtefragen noch zu schwerfällig und zu wenig kundenzentriert.

Das lokale Angebot hinkt international teilweise deutlich hinterher, während die Nachfrage längst global agiert. Wir brauchen eine Service-Offensive in der Vermarktung und einen Quantensprung in der Verfügbarkeit von digitalen Entertainment-Inhalten. Ich möchte im Folgenden erläutern, warum jetzt die Zeit reif dafür ist.

Der Zugang ist entscheidend

Nicht mehr der Besitz von Entertainment-Inhalten ist für Konsumenten relevant, sondern der Zugang zu ihnen. Dabei ist Video on Demand ein wichtiges Stichwort – denn Fernsehen zu festen Zeiten wird schon bald kaum mehr eine Rolle spielen, liegt es doch heute längst in der Hand des Konsumenten, sein eigener Programmmanager zu sein. Provokant gesagt, sind Programmzeiten doch nur noch wichtig, um das HD-Recording richtig einzustellen.

Die DVD-Sammlung hat ausgedient. Und darauf muss sich die Branche jetzt einstellen. Die Vielfalt der Plattformen fordert die Entertainment-Branche heraus: Inhalte konsequent digital verfügbar machen und über alle Plattformen und Kanäle hinweg erstklassige Unterhaltung bieten und damit Menschen begeistern.

Der Medienkonsum ist transdigital

Ob auf PC, Tablet, Smartphone oder dem Fernseher – die Realität des Medienkonsums ist längst transdigital. Die Vielzahl an Geräten und Plattformen lassen die Nutzung sämtlicher Medienkanäle zu: Radiosendungen können per Cast gestreamt werden, Mediatheken bieten Fernsehbeiträge an, es gibt Zeitungsabonnements, die den Konsum von Tageszeitungen und Zeitschriften auf jedem digitalen Bildschirm erlauben.

Filme und Musik werden auf Computer, Fernseher oder Smartphone genossen und jede Plattform bietet mittlerweile eine Vielzahl von Videospielen zur Unterhaltung an. Der Verbraucher hat kein Problem damit, für gutes Entertainment zu bezahlen – sofern das Angebot kundenfreundlich und zeitgemäß gestaltet ist.

Der Mehrwert der transdigitalen Möglichkeiten ist noch längst nicht ausgeschöpft, aber die Plattformen sind vorhanden.

Ökosysteme müssen den Nutzer in den Mittelpunkt stellen

Gefragt sind Entertainment-Konzepte mit einem Ökosystem, das den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Durch diesen „Entertainment anyplace, anywhere, anytime“-Ansatz treten die Endgeräte in den Hintergrund und der Verbraucher bekommt mehr Freiheit und Auswahl. Egal ob, Filme, Musik, TV-Inhalte oder Games, Technologieunternehmen wie Microsoft stellen schon heute eine Infrastruktur zur Verfügung, die den Verbrauchern erstklassiges Geräte übergreifendes Entertainment bieten kann.

Der Konsument erwartet zu Recht, dass er auf alle Inhalte jederzeit, auf jedem Endgerät und mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche zugreifen kann. Mit Windows 8, Windows Phone 8 und Xbox 360 bilden wir jetzt die Basis für ein transdigitales Entertainment-Erlebnis ohne Kompromisse.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die technischen Voraussetzungen sind bereits vorhanden, jetzt ist die Content-Industrie gefragt, im Sinne der Verbraucher alle zur Verfügung stehenden Plattformen für die Bereitstellung von Inhalten zu nutzen. Wir brauchen Inhalte, und zwar in großer Auswahl und zu akzeptablen Preisen. Deutschland hat einfach besseres Entertainment verdient!