Sollten Sie sich aber nicht sicher sein, ob nicht der nächste Einbruchsversuch in Ihrer Heimat nicht bei Ihrem Nachbarn, sondern bei Ihnen stattfindet, dann sollten Sie handeln. Ein vorhandener Einbruchschutz beruhigt. Egal ob man zu Hause ist oder unterwegs.

Dieses beruhigende Gefühl erfordert allerdings folgende Dinge:

  • ein individuelles Sicherheitskonzept, denn keine Wohnung und kein Haus ist wie das andere
  • geeignete, möglichst zertifizierte mechanische und elektronische Produkte
  • einen Facherrichter für die Installation
  • ausreichend finanzielle Mittel (gegebenenfalls Förderung durch zum Beispiel KfW-Bank in Anspruch nehmen)
  • die Bereitschaft, das eigene Handeln an der installierten Sicher   heitstechnik auszurichten, denn ein unverschlossenes Fenster beispielsweise stellt eine Sicherheitslücke dar, egal welche Schutzklasse es erfüllt

Wenn die Sicherheit im Eigenheim vernachlässigt wird, so liegt es meistens daran, dass einer der oben genannten Punkte vom Eigentümer nicht erfüllt werden kann. Er weiß nicht, wo sinnvollerweise Sicherheitstechnik installiert werden sollte.

Denken Sie dabei wie ein Einbrecher und erschweren Sie ihm seine Tat.

Er weiß nicht, was einzubauen ist und durch wen. Er hat Angst vor der finanziellen Belastung oder ist nicht bereit, seine Handlungsweisen anzupassen.

Wie aber sichere ich mein Eigenheim richtig? Hier sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Szenarien zu betrachten. Bei einem Neubau ist meist mit vertretbarem finanziellem Aufwand (zwei bis vier Prozent der Bausumme) ein deutliches Mehr an Sicherheit realisierbar. Eine Nachrüstung von Sicherheitstechnik in Bestandsbauten ist ungleich aufwendiger, schwieriger zu installieren und häufig mit Zusatzleistungen verbunden (zum Beispiel Malerarbeiten), die nicht immer ästhetisch (zusätzliche Fensterverriegelung) und auch erheblich teurer sind (zwei- bis dreimal) als in einem Neubau. Die Vorgehensweise für eine Absicherung ist aber bei beiden Szenarien identisch. Denken Sie dabei wie ein Einbrecher und erschweren Sie ihm seine Tat.

Ein Einbrecher möchte nicht entdeckt werden.

  • Schaffen Sie freies Sichtfeld, damit Fenster und Türen von den Nachbarn oder Passanten einsehbar sind.
  • Beleuchten Sie die Fenster und Türen zum Beispiel über Bewegungsmelder.
  • Elektronische Überwachungseinrichtungen detektieren einen Einbruch frühzeitig und können Interventionskräfte alarmieren.

Der Einbruch durch Fenster oder Türen soll schnell gehen, damit das Risiko, entdeckt zu werden, möglichst gering bleibt.

  • Sichern Sie Türen und Fenster durch geeignete Verriegelungssysteme (zusätzliche Fensterriegel, RC2-Ausführung, Einsteckschlösser et cetera).
  • Vermeiden Sie die Bereitstellung von Einstiegshilfen wie Leitern (außen gelagerte Leitern anschließen).

Der Einbrecher möchte nicht erkannt werden.

Videokameras erhöhen für den Einbrecher das Risiko, erkannt zu werden, und haben im Außenbereich auch eine abschreckende Wirkung. Achtung: Ein Profi lässt sich von Dummy-Kameras nicht abschrecken.

Werden Sie aktiv, bevor ungebetene Gäste Ihnen die Schwachstellen Ihres Heimes zeigen.

Da kein Haus dem anderen gleicht, gibt es leider auch kein auf alle Gebäude übertragbares Patentrezept. Jedes Objekt ist ein Unikat und das Sicherungskonzept ist auch so zu behandeln. Daher bedarf es Expertenwissen, um einen umfassenden Einbruchschutz zu gewährleisten. Dieses finden Sie unter anderem in den Beratungsstellen der meisten Landeskriminalämter (LKA) in Ihrer Nähe.

Hier erhalten Sie eine kostenlose, neutrale und kompetente Beratung, auch über Fördermöglichkeiten durch die KfW-Bank, sowie eine Errichterliste für mechanische und elektronische Sicherungstechnik.Werden Sie aktiv, bevor ungebetene Gäste Ihnen die Schwachstellen Ihres Heimes zeigen.