Nötig dafür sind nicht nur bestens qualifizierte Ärzte und Pflegemitarbeiter notwendig, sondern auch eine optimale technische Ausstattung. Gewährleisten kann diese Voraussetzung die Innovationskraft der deutschen Medizintechnik.

Hohe Investitionen für F&E 

Die überwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen der Medizintechnikbranche in Deutschland erwirtschaften jährlich über 20 Milliarden Euro und beschäftigen dabei knapp 90.000 Mitarbeiter. Die Branche ist damit einer der Eckpfeiler der deutschen Gesamtwirtschaft.

„Die hohe Akzeptanz deutscher Medizintechnik im In- und Ausland ist dabei ein klarer Beleg für die starke Innovationskraft der Branche, die durch überdurchschnittlich hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet ist“, erläutert dazu Jan Wolter, Leiter Fachverband Medizintechnik beim Verband der Hightech-Industrie (Spectaris).

Allein 15 Prozent der Beschäftigten der Branche sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Zudem liegt die F&E-Quote in der Medizintechnik, also der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz, bei rund neun Prozent. Entsprechend hoch ist der Umsatzanteil innovativer Produkte, d.h. der Produkte, die jünger als drei Jahre sind. Dieser liegt bei fast 32 Prozent.

Breites Anwendungsgebiet

Die Struktur der Medizintechnik ist multidisziplinär und die Anwendungs- und Forschungsfelder sind breit gefächert. Sie erstrecken sich von der Vernetzung und Ausstattung von Krankenhäusern (Hospital Engineering) über die Entwicklung neuster Behandlungs-, Operations-, und Bildgebungsverfahren bis hin zur Erforschung und Konstruktion modernster Prothesen.