Derzeit leiden mehrere Millionen Menschen an chronischen Schmerzen in Deutschland. Die Wartezeiten bis zu richtigen Diagnose und Therapie sind lang, oftmals über ein Jahr.

Sechs bis acht Prozent der Gesundheitsausgaben entfallen auf die Behandlung chronischer Schmerzen, trotzdem ist die Wahrnehmung und Kenntnis der Schmerzmedizin in der gesundheitspolitischen Öffentlichkeit, bei Kassen, Ministerien und Verwaltung, aber auch innerhalb von Teilen der Ärzteschaft, Krankenhäuser, Pflege- und Gesundheitsanbieter nicht immer optimal.

Diese Situation zu verbessern ist eines der Ziele wissenschaftlicher Fachgesellschaften wie der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V und ihrer Partner. Denn die Beschäftigung mit den Fortschritten der Schmerzforschung geht Hand in Hand mit der Betrachtung der klinischen Bedeutung und Umsetzbarkeit im therapeutischen Alltag.

„In den vergangenen Jahrzehnten ist die Schmerzmedizin revolutioniert worden.“

Kongress gegen den Schmerz

Ein „Highlight“ in 2013 stellt dabei sicherlich der diesjährige Deutsche Schmerzkongress in Hamburg (23. bis 26. Oktober 2013) da. Das Motto des Kongresses lautet „Moderne Schmerzmedizin: Ist alles gut, was geht?“ In den vergangenen Jahrzehnten ist die Schmerzmedizin revolutioniert worden – es gibt laufend neue, interessante Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung und entsprechend enorme Fortschritte in der Therapie.

An medikamentösen, aber auch an interventionellen Verfahren stehen Schmerztherapeuten im Rahmen der multimodalen Therapie stetig mehr Optionen zur Verfügung.

Vieldiskutierte Themen

Aber wird deshalb immer das Richtige gemacht oder werden Patientinnen und Patienten manchmal sogar „übertherapiert“? Wie viel Medizin ist modern, aber nicht zwingend gut? Wie viel ist im Einzelfall ethisch vertretbar? Dies sind einige von vielen spannenden Fragen, die auf dem wissenschaftlichen Kongress erörtert werden.

In zahlreichen ergänzenden Arbeitskreissitzungen, Diskussionsrunden und Mitgliederversammlungen der teilnehmenden Verbände werden aber auch weitere Versorgungsfragen debattiert. Informieren Sie sich oder nehmen Sie gerne am Kongress oder einzelnen Veranstaltungen teil.

Weitere Informationenmfinden Sie unter:
www.dgss.org
www.schmerzkongress2013.de