Patienten mit sekundärem Hyperparathyreoidismus (sHPT) haben meist eine chronische Niereninsuffizienz (renaler sHPT) oder eine Maldigestion (intestinaler sHPT), welche zu einer Überproduktion des Parathormons führen. Die am häufigsten auftretenden Symptome sind Skelettdegeneration, Vitamin-D-Mangel sowie metastatische Verkalkungen der Gefäße.

Behandlung

Als erster Ansatz zur Behandlung des Krankheitsbildes kommt in der Regel eine konservative medikamentöse Therapie zum Einsatz. Hierbei werden den Betroffenen Vitamin D und calciumhaltige Phosphatbinder verabreicht. Schlägt diese Therapie nicht an, kommt die operative Therapie zum Einsatz.

Hierbei wird eine subtotale Parathyreoidektomie vorgenommen, das heißt, die Nebenschilddrüsen werden operativ entnommen. Diese kann von einer simultanen Autotransplantation begleitet werden, bei der ein Teil der zuvor entnommenen Nebenschilddrüsenzellen wieder implantiert wird.

Im Regelfall werden die entnommenen Epithelkörperchen nach der Entnahme jedoch kryokonserviert und bei circa minus 150 Grad Celsius in speziellen Kryotanks in der Gasphase des Stickstoffs gelagert. Diese Zellen stehen somit für eine spätere Reimplantation zur Verfügung. Bei einer Reimplantation werden die zuvor kryokonservierten Zellen zum Beispiel in den Unterarm des Patienten eingesetzt und können von dort aus wieder ihre Funktion, die Regulierung des Calcium- und Phosphathaushalts, ausüben.