Luft- und Raumfahrt in Deutschland

Die Luft- und Raumfahrtbranche stellt in Deutschland einen wichtigen Industriezweig dar. Laut dem Luftfahrt- und Wirtschaftsreport 2013 des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist für 56,2 Prozent aller Unternehmen der Luftverkehr sehr wichtig, bei den Industrieunternehmen sind es sogar 73,6 Prozent. Hinzu kommt die hohe Bedeutung der Luftfahrt für Geschäftsreisende, denn: keine Flüge, keine Geschäfte.

Kein Wunder also, das die Branche einen hohen Aufmerksamkeitsgrad genießt. Zählt man neben der reinen Flugzeug- und Triebwerksproduktion und der Zulieferer, auch die Airlines und die Flughäfen dazu, dann beschäftigt die Branche mehr als 820.000 Menschen. Hinzu kommen unzählige Arbeitsplätze, die durch die Nähe zum Flughafen entstehen.

Produktionsstandort

Das Thema Luftfahrt und Logistik ist zudem eng mit dem Thema Produktionsstandort verbunden. Auch hier spielt die Bundesrepublik eine wichtige Rolle, selbst wenn hier inzwischen überwiegend europäisch gedacht wird. Denn rund 70 Prozent aller Produkte im Luftfahrtbereich werden exportiert. Trotz des harten Wettbewerbes können sich auch die Triebwerksindustrie und vor allem auch die kleinen mittelständischen Zulieferer im internationalen Wettbewerb behaupten.

Nachhaltigkeit in der Flugzeugindustrie

Mittlerweile ist Nachhaltigkeit in der Flugzeugindustrie zu einem wichtigen Punkt geworden. Dies liegt nicht zuletzt an den hohen Treibstoffkosten, die die Airlines zur Modernisierung ihrer Flugzeugflotten zwingen. Durch den Wechsel zu neuen Modellen lassen sich bis zu 15 Prozent Sprit sparen.

Bis 2020 hat die Luftfahrt sich zudem selbst verpflichtet ihre Energie-Effizienz um weitere 1,5 Prozent steigern und bis 2050 plant die Luftfahrt, ihren CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 2005 um 50 Prozent senken. Eine Branche mit Visionen, eine Branche der Zukunft.

Luftfahrtregionen

Zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen haben sich einige Luftfahrtregionen herausgebildet: Hamburg, Niedersachsen und Bayern haben zusammen die meisten Beschäftigten, gefolgt von Bremen und der Region Berlin-Brandenburg.