Nahezu im Wochentakt wird darüber in den Medien berichtet. Dabei ist die militärische Nutzung von Dohnen, wie die UAVs hierzulande genannt werden, nur eine der Verwendungsarten. Das unbemannte Luftfahrzeug kann auch für viele zivile Zwecke, sei es zur Überwachung, zur Erkundung unzugänglicher Gebiete oder zur Aufklärung, eingesetzt werden.

Allen unbemannten Luftfahrzeugen ist gleich, dass sie nicht von Piloten, sondern vom Boden aus über Computerprogramme oder über Funk gesteuert werden können. 

Kleine Drohnen

Drohnen können unterschiedliche Größen haben und auch unterschiedliche Gewichte tragen. In der Fachwelt unterscheidet man unterschiedliche Gruppen von Drohnen. Eine wichtige Gruppe bilden die sogenannten Micro Aerial Vehicles (MAV), kleine unbemannte Flugobjekte, die ohne weiteres von einer Person getragen und bedient werden können. Häufig werden sie mit Kameras ausgerüstet und besitzen einen Flugradius von mehreren Kilometern.

Aufklärung

Mittelgroße Drohnen haben ein Gewicht von bis zu einer Dritteltonne und eine Reichweite von 300 Kilometern. „Luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung“ – kurz Luna genannt – wird beispielsweise in Deutschland produziert. Gestartet wird das Fluggerät mit Hilfe eines Katapultes, Richtung Boden landet es entweder mit Hilfe eines Fallschirmes oder in einem Netz. Die mittelgroßen Drohnen gehören zur Klasse der Tactical Unmanned Aerial Vehicles.

Große Höhen

Zum Einsatz kommen aber auch Drohnen, die die Größe von Verkehrsflugzeugen haben. Ihre Reichweite liegt bei vielen hunderten, wenn nicht tausenden von Kilometern und es ist möglich, sie etwa zwei Tage in der Luft zu halten. Je nach Layout und Konzeption fliegen diese Fluggeräte in Höhen von 10.000 bis 15.000 Metern oder sogar bei den sogenannten HALE-(High Altitude Long Endurance) -Fluggeräten in über 20 Kilometern Höhe.

Österreicher experimentierten

Der Einsatz von unbemannten Flugobjekten reicht weit in die Vergangenheit zurück, auch wenn die ersten Versuche in diese Richtung wenig mit den heutigen Hochtechnologiefliegern zu tun haben. Und wie so häufig ist der Krieg der Vater aller Dinge. Im Jahre 1849 sandte die Österreichische Armee unbemannte Ballons über die Küste der Adria, um Venedig anzugreifen.

Die Ballons waren mit Bomben beladen und mit einem Zeitzünder versehen. Einige Ziele konnten getroffen werden, doch durch die Änderung der Windrichtung wurden auch österreichische Linien getroffen. Durch die geringe Trefferquote hat sich diese Methode der Kriegsführung letztendlich jedoch nie durchsetzt.