Kein Wunder, dass viele vom Fliegen träumen. Erfahren Sie, wie Sie Privatpilot werden und wie dies erschwinglicher sein kann, als Sie denken.

Egal ob Sie Privatpilot werden wollen oder ob Sie die berufliche Flieger-Laufbahn beschreiten wollen, Sie werden mit der Privatpilotenlizenz (PPL) anfangen. Dabei wird unterschieden zwischen PPL-H für Hubschrauber, LAPL für Leichtflugzeuge bis zwei Tonnen. Oder Sie erwerben für Motorflugzeuge die PPL-N, ausschließlich für den deutschen Luftraum, oder nach dem internationalen Recht die PPL-A.

Voraussetzung für den Erwerb der Privatpilotenlizenz ist die Feststellung der körperlichen Tauglichkeit durch einen Fliegerarzt. In den meisten Fällen stellt dies kein Hindernis dar. Auch Brillenträger und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen werden fast immer flugtauglich geschrieben.

Fliegen für 2,95 Euro am Tag

Um die Privatpilotenlizenz PPL-A zu erwerben, erfolgt eine intensive theoretische und praktische Ausbildung mit anschließender Prüfung. Damit erwirbt man die Berechtigung zum Führen einmotoriger Flugzeuge unter Sichtflugbedingungen.

Weitere Berechtigungen, beispielsweise für kontrollierten Sichtflug (CVFR), Nachtflug, Instrumentenflug (IFR), Kunstflug oder zum Schleppen von Segelflugzeugen, muss man zusätzlich erwerben. Um schwerere oder mehrmotorige Flugzeuge fliegen zu dürfen, sind eine theoretische und praktische typenbezogene Ergänzungsschulung und der Erwerb einer Zusatzberechtigung erforderlich.

Ausbildungsorte sind Flugschulen und Motorflugvereine. Der Erwerb einer Privatpilotenlizenz im Verein kostet 5.000 bis 8.000 Euro – bei normalem Ausbildungsfortschritt. Um nach bestandenen Prüfungen die Lizenz zu erhalten, müssen alle zwei Jahre zwölf Flugstunden nachgewiesen werden.

Eine Cessna 152 kann man schon für rund 90 Euro pro Stunde chartern. Das bedeutet, innerhalb von zwei Jahren müssen rund zwölfmal 90 Euro für den Erhalt der PPL-A investiert werden. Das sind 1.080 Euro pro Jahr oder 2,95 Euro am Tag: Fliegen kann erschwinglich sein!

Ein eigenes Flugzeug?

Man benötigt anfangs kein eigenes Flugzeug. Am preisgünstigsten kann man Flugzeuge als Mitglied in einem Luftsportverein chartern, aber auch gewerbliche Vermieter bieten auf vielen Flugplätzen Flugzeuge verschiedenster Muster an. Die meisten Privatflugzeuge werden von Vereinen oder Fliegergemeinschaften mit mehreren Mitgliedern angeschafft und genutzt.

Der Vorteil: Anschaffungspreis und Fixkosten für Versicherungen, Kontrollen oder Unterstellung fallen nur anteilig an. Natürlich kann man sich auch ein eigenes Flugzeug kaufen.

Wichtig ist hier, sich von einem Fachverkäufer persönlich beraten zu lassen, von Internetkäufen ist beim Flugzeugkauf eher abzuraten, denn das Leistungsspektrum der Flugzeuge ist noch viel breiter als das der Autos und eine gute Beratung beim Flugzeugkauf ist demnach das A und O.