Wie klingt der Blinker? Wie hört sich der Motor an? Und wie, bitte sehr, wird der neue Trend zum Leichtbau das alles verändern? Am besten gar nicht. Der Wiedererkennungswert ist wichtig. Kunden wollen, dass ein Roadster auch 2015 nach einem Roadster klingt.

Und ein SUV soll weiterhin wie ein großer Wagen klingen, nicht wie ein Geländewagen auf Diät, auch wenn er im Vergleich zu seinem Vorgänger vermutlich kräftig abgespeckt hat. Sounddesigner sorgen mit neuartigen Geräuschmanagement-Konzepten dafür, dass der Klang auch in Zukunft so bleibt wie er ist.

Der Sound der Marke

Der Sound eines Autos muss dem Markenimage entsprechen. Ist es markant und kräftig oder eher gleichmäßig und elegant? Das gilt nicht nur für den Motor sondern auch für die Türen, den Kofferraumdeckel oder den Scheibenwischer. Um den richtigen Klang zu finden, werden die entsprechenden Geräusche aufgenommen und analysiert, die Bauteile modifiziert bis sie perfekt klingen.

Die Klanggestaltung moderner Motoren ist höchst komplex. Neue gesetzliche Anforderungen, ein neues Downsizing-Konzept, eine veränderte Abgasanlage oder eine leichtere Karosserie beeinflussen den Sound erheblich. Hier suchen ganze Teams nach Ursachen und Lösungen, bevor das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Mit Software und Fingerspitzengefühl

Bis es soweit ist, ist viel Kleinarbeit zu leisten. Ausgangsbasis ist immer die Fahrzeugkarosserie, die wie ein großer Klangkörper wirkt. Nicht nur die Art des Textileinsatzes im Innenraum beeinflusst den Sound, auch Art und Platzierung des Dämmmaterials schlagen sich in der Akustik nieder.

In Zukunft kommt vermehrt beim Thema Sounddesign auch Elektronik zum Zug. Mit Algorithmen und gezielten Schallwellen lassen sich Geräusche eliminieren oder verstärken – damit auch der sparsame Dreizylinder-SUV künftig noch so klingt wie ein ganz Großer.