Hierbei stehen oft Sicherheitsaspekte, aber auch die Steigerung des Fahrkomforts im Vordergrund. Ein weiterer Aspekt ist die Verbesserung der Ökonomie. Fahrerassistenzsysteme wirken automatisch oder auf Anforderung auf die Längs- (Beschleunigen, Bremsen) und Querführung (Lenkung) des Fahrzeugs oder warnen den Fahrer auf unterschiedliche Weise (optisch, akustisch, haptisch) vor oder während kritischer Fahrsituationen.

Zudem können mit Fahrerassistenzsystemen Kosten gespart werden, beispielsweise durch Einparkassistenten, die helfen können, Schäden beim Einparken zu verhindern.

Sicherheitspotenziale

  • Abstandsregler (adaptiver Tempomat, ACC): Laut eines Berichts der Bundesanstalt für Straßenwesen entstehen rund 17 Prozent weniger schwere Unfälle mit Personenschaden, eine Studie der TU Dresden bescheinigt zudem 10 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch
  • Notbremsassistent: Laut einer Studie der Unfallforschung der Versicherer gibt es 28 Prozent weniger Auffahrunfälle mit Personenschaden
  • Spurhalteassistent: Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat Wirkungspotenziale von ACC und Lane Guard System bei Nutzfahrzeugen untersucht und fand heraus, dass es zu 49 Prozent (!) weniger Lkw-Unfällen durch Spurverlassen auf Autobahnen kommt
  • Der Spurwechselassistent führt zu rund 26 Prozent weniger Unfällen beim Spurwechsel, besagt das Insurance Institute for Highway Safety (Crash Avoidance Potential of Five Vehicle Technologies)
  • Einparkassistent: Über 30 Prozent der Versicherungsschäden entstehen bei Parkmanövern
  • Lichtsysteme: Laut TÜV Rheinland gibt es 18 Prozent weniger Verkehrstote durch mehr Sicht auf Autobahnen und Landstraßen
  • Nachtsichtassistent: 6 Prozent weniger Verkehrstote bei Nacht (eIMPACT Consortium, Impact Assessment of Intelligent Vehicle Safety Systems)
  • Verkehrszeichenerkennung: Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt entstehen 60 Prozent von Verkehrsverstößen durch überhöhte Geschwindigkeit *

Die Weiterentwicklung im Bereich ADAS konzentriert sich unter anderem auf die kontinuierliche Verbesserung der heutigen fahrzeugautonomen Anwendungen.

Wichtige Aspekte der Weiterentwicklung sind verbesserte Leistungsfähigkeit der Sensoren, redundante Nutzung unterschiedlicher Sensortechnologien mit anschließender Datenfusion (Multisensorplattformen), Optimierung der Steuerungsalgorithmen, hardware- und softwaretechnische Integration mehrerer Komponenten sowie Miniaturisierung von Sensoren, Steuergeräten und Aktorik.

Bei der Mensch-Maschine-Schnittstelle wird die Sprachsteuerung in Zukunft eine größere Rolle spielen. Große Erwartungen werden an kooperative Systeme geknüpft. Durch Kommunikation soll einerseits die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes, andererseits die Verkehrssicherheit verbessert werden. Einige ADAS-Anbieter machen sich gerade daran, diese Aspekte umzusetzen – für die Sicherheit des Fahrers und auch für den Schutz des Fahrzeuges.        

  *Quelle: ADAC