Den Klang hat man im Ohr – ein Motor hat für Fahrer und Fahrgäste einen ganz bestimmten Sound. Und das soll auch in Zukunft, bitte schön, so bleiben. Wer viel Zeit in seinem Automobil verbringt, muss davon ausgehen können, dass die von seinem Auto ausgehenden Geräusche auch auf Dauer angenehm sind. Aber die neuen, hocheffizienten Motoren haben Nachteile im Klangbild, die zum Beispiel durch Direkteinspritzung verursacht werden.

Andere Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung, wie die Verwendung leichterer, dünnerer Materialien, verändern ebenfalls den Sound. Hier eine Lösung zu finden, ist ein hochkomplexes Unterfangen, denn Anforderungen an Leichtbau, Sicherheit und Komfort können einem optimalen Sound keinesfalls untergeordnet werden. Dennoch spielt der Klang eine wichtige Rolle.

Messbar leiser: eine Hülle für den Motor

Eine Motorkapselung oder Motorraumkapselung kann zu einer Lösung der Klangproblematik beitragen. Schwerschichtbauteile etwa, die mithilfe des Injection-Moulding-Compounding-Verfahrens produziert werden, kapseln den Motorraum akustisch ein und sorgen so für mehr Ruhe im Fahrzeuginneren.

Verschiedene Materialien für die Motor- und Motorraumkapselung führen zu unterschiedlichen Verbesserungen der Akustikleistung. Wie groß die akustischen Vorteile sind, wird vorab mit Testverfahren wie der Impedanzrohrmessung oder in einer Alphakabine ermittelt. Mit Soft Covers aus Polyurethan-Weichschaum beispielsweise lassen sich Verbesserungen bis zu 35 Prozent erzielen, im Vergleich zu konventionellen Motorabdeckungen.