Und sie sind offenbar Männersache – jedenfalls, wenn man einer Forsa-Studie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates aus 2015 glaubt. Danach kennt sich die Mehrheit der Autofahrer mit 65 Prozent gut oder sogar sehr gut mit den Assistenten aus. Allerdings behauptet das nur jede dritte Verkehrsteilnehmerin – 35 Prozent –  von sich.

Jede zweite Fahrerin und jeder zweite Fahrer über 60 Jahre sagt sogar: „Ich kenne mich weniger gut oder so gut wie gar nicht mit Assistenzsystemen aus.“

Technische Hilfe

Dabei ist die Einstellung zu den technischen Hilfen eigentlich äußerst positiv: Denn die meisten Autofahrer (72 Prozent) meinen, dass sie die Fahrsicherheit erhöhen. 81 Prozent der männlichen Fahrer glauben an ihre Wirksamkeit, genauso wie 63 Prozent der Fahrerinnen.

Skeptisch sind bisher nur ältere Autofahrerinnen und Autofahrer: 77 Prozent sind der Meinung, die technischen Helfer steigern die Verkehrssicherheit nur dann, wenn sie einfach zu bedienen sind.

Viel Potenzial

Eine Studie von Forsa aus dem vergangenen Jahr zeigte außerdem, dass die deutschen Fahrer generell noch Nachholbedarf bei Fahrerassistenzsystemen haben: Unter den Befragten verfügte in 2014 jeder Dritte (31 Prozent) über einen Einparkassistenten im Auto. Mit Lichtassistent sind nur 28, mit Notbremsassistent nur 13 Prozent unterwegs.

Viele weitere hilfreiche Technologien wie etwa der Spurwechselassistent, der den Fahrer vor anderen Verkehrsteilnehmern im toten Winkel warnt, sind bei den Befragten bisher kaum im Einsatz. Als Grund für den Verzicht gibt jeder dritte Autofahrer (31 Prozent) an, dass ihm beim Kauf seines Wagens keine Fahrerassistenzsysteme angeboten wurden. Nachholbedarf gibt es dann wohl auch noch auf Seiten der Automobilhersteller.