Mit Kerntechnologien wie Rundkneten und Axialformen stellen sie komplexe Bauteile mit großer Genauigkeit her und erzielen deutliche Gewichts-  und Materialeinsparungen.

Leichtbau verändert vieles, vom Produktionsprozess bis zum Endprodukt. Bei Doppelkupplungsgetrieben für den Automobilbereich z.B. kommen leichtere und noch präziser produzierte Bauteile wie Hohlwellen zum Einsatz, die den Wirkungsgrad der Fahrzeuge verbessern.

Geringerer Kraftstoffverbrauch, Ressourcenschonung, sinkende Produktionskosten – Leichtbau ist ein Schwergewicht der Ressourceneffizienz.

Einsparpotentiale durch Rundkneten

Geringerer Kraftstoffverbrauch, Ressourcenschonung, sinkende Produktionskosten – Leichtbau ist ein Schwergewicht der Ressourceneffizienz. Wird für die Produktion eines Bauteils weniger Material benötigt, sinken Gewicht und Herstellungskosten. Genau hier eröffnen innovative Maschinenbau-Anwendungen wie Rundkneten und Axialformen große Einsparpotentiale.

Die rundgekneteten Bauteile profitieren durch neue Prozessketten und die Verwendung von  kalt, halb-warm oder warm geformte Hohl-Rohlingen. Durch gezielte Wandstärkenverteilung während des Verfahrens werden die Rohlinge so umgeformt, dass alle Forderungen der Konstrukteure nach statischer und dynamischer Belastbarkeit erfüllt sind; das eingesetzte Material kommt zu 100 Prozent im Endprodukt an. Auch die Dauerfestigkeit des Bauteils wird durch Rundkneten, je nach Grad der Umformung, signifikant erhöht.

Eine Rotorwelle für E-Motoren in Hybridfahrzeugen beispielsweise kann bis zu 50 Prozent leichter hergestellt werden, als mit einem anderen Verfahren. Ein weiterer Vorteil ist die Werkstoffverfestigung. Diese führt zu einer 30 Prozent höheren Dauerfestigkeit des Bauteils, wodurch das separate Härten entfallen kann.

Einfaches Prinzip, komplexe Geometrien

Grundprinzip und Idee des Rundknetens sind so einfach wie wirkungsvoll: Mit über 1.000 Hüben pro Minute treffen mehrere Werkzeugsegmente auf das Rohr. Der Hub beträgt dabei nur 0,25 bis 1,5 Millimeter je Stößel, die gewünschte Umformung erfolgt in vielen kleinen inkrementellen Einzelschritten.

Durch den zusätzlichen Einsatz von Dornen im Inneren des Rohres lassen sich in nur einem Bearbeitungsschritt sehr komplexe Innen- und Außenkonturen herstellen. Eine nachfolgende spanende Bearbeitung ist in vielen Fällen nicht mehr erforderlich.

Axialformen für den Automobilbau

Ein weiteres innovatives Verfahren ist das rekursive Axialformen, welches beispielsweise bei der Herstellung von Verzahnungselementen der Rotorwelle zum Einsatz kommt. Beim rekursiven Axialformen presst ein verzahntes Formwerkzeug die Verzahnungen mit kleinen wiederkehrenden Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen hochpräzise und in einem Arbeitsschritt auf.

Die wirksamen Verformungskräfte werden um rund 40 Prozent minimiert. So kommt es auch bei dünnwandigen oder ausgedünnten Wellen nicht zu Stauchungen. Die geringe Kraft führt zu einer geringen Dehnung in Werkstück und Werkzeug und somit zu einer sehr viel höheren Genauigkeit als bei anderen Umformverfahren; gleichzeitig ist die Bauteil-Qualität mit einer um 30 Prozent größeren Belastbarkeit besonders hoch. Gerade für den Leichtbau im Automobilbereich ist dieser Effekt wichtig.