In der Vergangenheit setzten Hersteller sie vorrangig ein, um die Sicherheit zu verbessern. Heute fügen OEMs längst unterschiedliche Materialkomponenten in der Karosserie damit zusammen. Klebstofftechnologie wird dadurch sogar zur ersten Wahl – und das aufgrund vieler Vorteile.

Unterschiedliche Materialpaarungen

Eingesetzt werden können sie überall dort, wo unterschiedliche Materialpaarungen – zum Beispiel aus hochfestem Stahl, Aluminium, Magnesium und Faserverbundwerkstoffen – nur beschränkt durch Schweißen oder Nieten zusammengefügt werden können.

Dank Strukturklebstoffen wird der Einsatz von dünneren Metallblechen und anderen Leichtbauwerkstoffen ermöglicht.

Strukturklebstoffe haben außerdem eine höhere Lastverteilung und sind statisch und dynamisch steifer im Fall einer Belastung. Dank des optimierten Verhaltens bei einem Unfall erzielen sie eine höhere Sicherheit.

Mit ihnen lassen sich störende Vibrationen und Geräusche reduzieren. Auch das Fahrverhalten sowie die Art, wie das Fahrzeug zu handhaben ist, lässt sich mit ihnen optimieren. Da ihre Materialverbindungen beständiger sind, hält das Fahrzeug länger und steigt im Wert.

Gewichtsreduzierung

Dank Strukturklebstoffen wird der Einsatz von dünneren Metallblechen und anderen Leichtbauwerkstoffen ermöglicht. Damit reduziert man wiederum das Gewicht der Fahrzeugkarosse. In Anwendungen, in denen das Design auf eine optimale Gewichtsreduzierung ausgelegt worden ist, hat sich gezeigt, dass pro Meter angewendeten Strukturklebstoff das Fahrzeuggewicht um 0,6 bis 1,1 Kilogramm reduziert werden konnte.

Bei den Elektrofahrzeugen – den Pkw der Zukunft – muss außerdem die Last der zusätzlichen Batterien kompensiert wie auch eine größere Reichweite erzielt werden. Gerade in diesem Bereich kommt den Klebstoffen daher eine besonders wichtige Rolle zu.