Schritt für Schritt ändert sich dabei die Funktionalität der Dienste, wie die Hersteller jüngst bei der CES in Las Vegas und dem Automobilsalon in Genf zeigten. Bislang ging es den Anbietern vor allem darum, das Internet ins Fahrzeug zu bringen.

Nutzer erwarten heute selbstverständlich die nahtlose Verbindung zu Nachrichten- und Musikdiensten oder ihren sozialen Netzwerken, ohne Medienbruch – sei es im eigenen Auto oder in einem Car-Sharing-Fahrzeug. Dabei werden digitale Innovationen und die Anbindung an das Internet längst nicht mehr nur im Premium-Segment, sondern auch in anderen Fahrzeugklassen vorausgesetzt.

Teil des Internet der Dinge

Künftig geht es verstärkt darum, das Auto zu einem Teil des Internet der Dinge zu machen und es als eine Art Knotenpunkt ins weltweite Datennetz zu integrieren. Experten schätzen, dass bereits im Jahr 2020 mehr als 50 Mrd. Geräte und Sensoren miteinander vernetzt sind.

Das Auto wird zu einem mobilen Endgerät, das Daten empfängt und sendet. Der Schlüssel zu den neuen Anwendungen liegt dabei in der Online-Anbindung der Fahrzeug-Bordnetze mit dem Backend des Herstellers, bzw. der Herstellung eines Rückkanals.

Ganz neue Dienste möglich

Durch die Daten-Anbindung ans Backend werden völlig neue Dienste und Services möglich. Ein wichtiges Ziel dabei sind beispielsweise automatische Software-Updates, die „over the air“ in Fahrzeuge eingespielt werden. Aufwändige Rückrufaktionen der Hersteller gehören mit dieser Technik schon bald der Vergangenheit an.

Auch müssen Fahrzeugnutzer nicht mehr für regelmäßige Check-ups angeschrieben und ihre Autos zur Überprüfung in die Werkstatt gebracht werden. Durch Predictive Maintenance, die so genannte vorausschauende Wartung, melden Steuergeräte dem System selbst, wenn sie ausgetauscht, repariert oder überholt werden müssen.

Noch viel Potential

Viele Anwendungen werden sich im Laufe der Zeit entwickeln, wenn auch die technische Infrastruktur weiter voranschreitet. Schon heute kommen Kartendaten aus der Cloud oder aktualisieren selbständig per Funk das Navigationssystem. Künftig werden Verkehrs- oder Streckenwarnungen an nachfolgende Fahrzeuge weitergegeben.

Fahrer können schon bald via Smartphone-App erkennen, ob sich jemand an ihrem Auto zu schaffen macht, oder ob ihr Tank leer ist. Die neuen Entwicklungen machen das Fahrzeug zu einem vernetzten Gefährten, das mit praktischen Diensten den Alltag erleichtert.